Hip-Hop-Song zur Suchtvorbeugung
In Hip-Hop-Pose: (v. l.) Anna Prisco (14), Julia Kogtev (13), Sema Ozgungor (14) und Songül Bimper (16) zeigen, wie es gemacht wird.

In der nächsten Woche kommen Hip-Hop-Trainer aus Münster, genannt Jizzo und Mo, um den Text mit Musik zu unterlegen und ein Video aufzunehmen. Das wird der Höhepunkt und den Abschluss einer Aktion, bei der sich Jugendliche mit den Gefahren des Alkoholkonsums befasst haben. Erwogen wird auch, das Lied irgendwann einmal vor Publikum vorzutragen.

Es handelt sich um ein Projekt des Lands Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Kampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“. Finanziert wird es vom Düsseldorfer Gesundheitsministerium. Im Kreis Gütersloh werden von Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren fünf Hip-Hop-Lieder getextet: außer in Schloß Holte-Stukenbrock auch in Steinhagen, Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück und in Gütersloh-Avenwedde.

Durch die Arbeit an dem Musikstück sollen die jungen Menschen ihr Konsum-Verhalten reflektieren und über ihr Umfeld nachdenken. Unterstützt werden sie vom Pädagogen Lars Riemeier, der für die Caritas Suchtvorbeugung betreibt, der Praktikantin Jessica Gerdhenrichs und den Leitern von Jugendhäusern. Im Jugendcafé St. Ursula standen ihnen Rebecca Jakobi und Andrea Sommerkamp zur Seite.

„Statistisch gesehen machen Jugendliche im Alter zwischen 13 und 14 Jahren ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol“, sagt Lars Riemeier. Ihr Konsum orientiere sich besonders an Vorbildern. Im Elternhaus sei es beispielsweise die grundsätzliche Haltung zum Alkohol. „Der erhobene Zeigefinger bringt es nicht“, weiß er. „Da schalten die Jugendlichen ab.“ Hip-Hop dagegen fänden Jugendliche cool. Er benutze ihre Sprache. Auch Kraftausdrücke aus ihrem Alltag dürften vorkommen.

Wenn es fertig ist, dürfen die Jugendlichen ihr Hip-Hop-Video ins Internet stellen und verbreiten. Das ist gewünscht – immerhin zeigt der Songtext die fatalen Folgen, wenn Alkohol durch übermäßigen Konsum missbraucht wird. Er ist die Partydroge schlechthin.

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