Hölzerne Pieta für St. Heinrich
Die Skulptur stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde für die St.-Heinrich-Gemeinde aufgearbeitet.

Die katholische Gemeinde St. Heinrich in Sende erhält eine Pieta. Sie wird die Nische hinter dem Weihwasserkübel am Eingang des Gotteshauses füllen, in der früher der Taufstein stand.

Es war der Vorschlag des Pfarrgemeinderats, die leere Nische mit einer Figur zu füllen, nachdem der Taufstein in den Altarraum gerückt worden war.

Gemeinsam mit Pastor Dietmar Walter wandte sich die Pfarrei an das Diözesanmuseum in Paderborn, das eine umfangreiche Sammlung sakraler Kunst beherbergt. Aus den zur Verfügung stehenden Figuren fiel die Wahl einstimmig auf die Skulptur.

Wie jede Pieta zeigt das Kunstwerk die „Schmerzhafte Mutter“ Maria, die ihren vom Kreuz abgenommenen Sohn Jesus auf dem Schoß trägt. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist aus Lindenholz geschnitzt.

Früher in der Turnhallen-Kirche

Die Pieta stand lange Zeit im Clementinum in Bad Driburg, in dem Anwärter aufs Priesteramt das Abitur nachholen konnten. Zur Kirche war dort eine alte Turnhalle umfunktioniert, in der die „Schmerzhafte Mutter“ ihren Platz hatte. Nach der Auflösung des Clementinums in Bad Driburg 1997 kam die Pieta in das Diözesanmuseum Paderborn.

Nun findet sie an diesem Sonntag, 27. März, ihre neue Bleibe in St. Heinrich. Eigentümer der Skulptur bleibt das Erzbistum Paderborn. Der Pfarrgemeinderat St. Heinrich schloss einen Dauerleihvertrag mit der Diözese ab. Die Sender Gemeinde beteiligte sich an den Kosten der Renovierung.

Sockel aus der alten Kommunionbank

Der Sockel für die Pieta ist schon länger fertig. Er wurde aus Elementen der alten Kommunionbank hergestellt, wie Pastor Walter berichtet.

Im Rahmen des Hochamts soll die „Schmerzhafte Mutter von Sende“ geweiht werden. Sie sei „sicher die richtige Adresse für Sorgen, für schmerz- und leidvolle Nöte der Menschen“, heißt es im Pfarrbrief der Gemeinde. „Wie sie ihren vom Kreuz abgenommen Sohn Jesu auf dem Schoß trägt, so wird sie auch die ihr anvertrauten Anliegen und Gebete, ja auch die Verstorbenen, die wir betrauern, mit ihrer ganzen Liebe tragen.“ Zu dem Einweihungsgottesdienst sind alle Interessierten willkommen.

SOCIAL BOOKMARKS