„Holter-Meeting“-Fans trotzen dem Regen
Bild: Ibeler
Beim Heimspiel der "Stoned Airlines" ließ Petrus die Sonne über Musiker und Publikum des "Holter Meetings" scheinen.
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 Dem Organisationsteam, das sich viel Arbeit mit der Gestaltung gemacht hatte, wäre das auch nicht gerecht geworden.

„Ist doch super hier“, meinten die Gütersloher Abiturienten Schirin Bischoff, Elia Barcsch, Lukas Korbusch, Jana Breitenbach und Jasmin Andrews. Nasse Füße und undichte Stellen im Zelt waren für die erfahrenen Festivalbesucher kein Problem. Als der Sturm am Freitagabend drohte, die Zelte wegzupusten, suchten sie einfach Schutz bei ihren Nachbarn im Wohnwagen.

 „Wenn alles gut läuft, werden wir uns für 2012 als Band ,Extreme Mainstream’ fürs Meeting bewerben“, verrieten Lukas und Elia. Der Bassist und der Gitarrist suchen nur noch einen geeigneten Sänger. Die Songtexte wollen sie selber schreiben. Anregungen holten sich die beiden bei den teilnehmenden Bands, die für eine lockere Mixtur aus Punk, Ska und Rock, aus Metal und Pop sorgten.

Das Bielefelder Hardrock-Quartett „Limelight Fire“ machte den Anfang bei diesem Festival, das wie einst sein legendäres Woodstock-Vorbild im Regen badete. Danach folgten die Auftritte von „No Decision“. Mit der Sängerin Stefany June und ihrer deutsch-niederländischen Band stand später eine kernige Newcomerin auf der Bühne. Seinen ersten großen Festival-Auftritt bestritt „Octopus Prime“ aus Münster und Verl. Die acht jungen Musiker überzeugten mit ihrer Mischung aus Reggae-, Rock- und Electro-Sound. Für den Kehraus am Freitag sorgten die Münsteraner Folk-Punker von „Mr. Irish Bastard“ und die Band „Gods will be done“ aus Paderborn – eine derbe Trash-Walze.

Am Samstag ging es mit „Daily Business“ und dem „Juke Project“ weiter. Ein gelungenes Heimspiel servierten die Schloß Holter „Stoned Airlines“ mit ihrem funkigen Crossover, gefolgt von den Bad Pyrmonter „Drei Akkorde Superstars“. Vom Blues bis hin zu Latin-Klängen boten „Off Limits“, harte Punkrock-Klänge servierte die Hamburger Band „Montreal“, Melodic-Metal kam von „More Than Crossed“ aus Berlin. Während die Großen lauschten oder vor der Bühne tanzten, durften die Kinder im evangelischen Jugendhaus spielen.

 Zufrieden zeigten sich auch die Sicherheitskräfte: „Friede, Freude und Musikhören“ hätte ihrer Meinung nach das Motto dieses „Holter Meetings“ lauten können. Und noch etwas kam gut an: Das Angebot „Park und Plansch“ haben viele Besucher nur zu gern in Anspruch genommen. Der kostenlose Eintritt im angrenzenden Hallenbad kommt bei den Festivalbesuchern schon seit Jahren gut an.

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