Immer auf der Suche nach Pflegeeltern
Die Löffelpiraten haben nicht nur die jungen Gäste beim Sommerfest des Pflegekinderdienstes des Kreises begeistert.

Bei herrlichem Sommerwetter kamen nach einem Bericht des Kreises rund 180 Erwachsene und 80 Kinder und genossen einen gelungenen Nachmittag. „Die Löffelpiraten“ begeisterten die kleinen Gäste mit Comedy, Musik und Mitmachgeschichten. Zudem sorgten Glücksrad, Hüpfburg, Spielmobil sowie Bastel- und Bewegungsangebote für viel Spaß.

Familien treffen sich beim Sommerfest

Auch Familienzusammenkünfte waren ein Teil des Fests. „Es ist schön, dass sich hier Geschwisterkinder wiedertreffen, die in verschiedenen Familien leben und groß werden“, freute sich Diplom-Sozialarbeiterin Gerlind Clausen-Franzke. Für sie, als Dienstälteste des Pflegekinderdienstes, stand zudem die Gewinnung neuer Pflegeeltern im Mittelpunkt. In Frage kommen dafür verheiratete und unverheiratete sowie gleichgeschlechtliche Paare, aber auch Alleinstehende.

Intensive Schulungen

Vor dem eigentlichen Bewerbungsverfahren führen die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes ein informatives Gespräch mit den Interessenten. Sie bereiten die Pflege- und Adoptiveltern-Bewerber in Hausbesuchen und an mehreren Schulungsabenden auf ihre Aufgabe vor. Außerdem begleiten die Mitarbeiterinnen die Pflegeverhältnisse kontinuierlich weiter und unterstützen bei möglichen Problemen, wo sie nur können.

Keine Angst vor Überforderung

Die Unterstützung dauert, bis die Jugendlichen selbstständig werden, also in der Regel bis zur Volljährigkeit. „Niemand muss Angst haben, überfordert zu werden“, macht Clausen-Franzke Mut. „Pflegeeltern leisten zwar intensive Arbeit, die aber auch viel Freude bereitet. Der Mut der Kinder und Jugendlichen, sich auf eine neue Familie einzulassen, trifft auf die Kraft der Pflegeeltern, deren Freude am Kind sowie die Bereitschaft, es in allen Belangen zu unterstützen.“

Nach Angaben des Kreises Gütersloh ist es ebenso möglich, als Bereitschaftspflegefamilie (zeitlich befristete Vollzeitbetreuung) ein Kind vorübergehend aufzunehmen, bis dessen weitere Perspektive in Zusammenarbeit mit der Abteilung Jugend, Familie und sozialer Dienst geklärt werden kann. Die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes hoffen, weitere Männer und Frauen für die Aufgabe gewinnen zu können. Näheres in den Regionalstellen: Telefon 05247/923557 (Harsewinkel), Telefon 05244/9274527 (Rietberg) und Telefon 05201/814516 (Halle) .

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