Impfzentrum will Schlagzahl erhöhen
Foto: Imago/ImageLabz
Sicher und wirksam: So beurteilt die Europäische Arzneimittel-Agentur den seit Montag ausgesetzten Impfstoff Astrazeneca. Jetzt darf er wieder verabreicht werden.
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Wie berichtet, waren am Montag die Impfungen mit Astrazeneca bundesweit eingestellt worden. Die Terminabsagen betrafen vor allem Beschäftigte von Grund- und Förderschulen, von Kitas sowie Angehörige bestimmter Berufsgruppen, die zuletzt in der Impfpriorität vorgezogen worden waren.

Impfzentrum kontaktiert Betroffene wegen neuer Termine

„Personen, deren Termin in dieser Woche ausgefallen ist, werden vom Impfzentrum kontaktiert, um einen neuen Termin in der kommenden Woche zu finden“, schreibt der Kreis in einer Mitteilung. Schulen, Kitas oder andere Organisationen, die sich als Gruppe angemeldet hätten, würden über ihre Einrichtung vom Impfzentrum benachrichtigt. 

Auf Anfrage dieser Zeitung sagte Kreispressesprecher Jan Focken, dass er nicht glaube, dass die Impfungen mit Astrazeneca schon am heutigen Freitag wieder ans Laufen kämen. „Die Leute müssen ja erst informiert werden.“ Allerdings sei den Beteiligten des Impfzentrums daran gelegen, das Vakzin so schnell wie möglich wieder zu verimpfen. 

Ortmeier: „Wir arbeiten von 8 bis 20 Uhr“

Dazu sagte Kim Nadine Ortmeier, stellvertretende Leiterin des Impfzentrums: „Nach wie vor ist das Impfzentrum von 8 bis 20 Uhr geöffnet, allerdings wird die Anzahl der Termine erhöht, indem die Mitarbeiter die Taktung in den Impfstraßen verdichten und die Mittagspause verkürzen.“ Zunächst würden vorhandene Bestände von Astrazeneca (im Kühlschrank sechs Monate lagerfähig) verbraucht.

Fehlbuchungen für Biontech

Doch was ist, wenn jemand seinen Termin nach der Debatte um mögliche Nebenwirkungen des Impfstoffs nicht mehr wahrnehmen will? „Dann werden andere Termine vorgezogen“, sagt Kreispressesprecherin Beate Behlert auf Anfrage. Sorgen bereitet dem Impfzentrum-Team ein anderes Thema: Allein am Donnerstagvormittag hätten rund 60 Besucher abgewiesen werden müssen. „Immer wieder haben sich Personen unter 80 Jahren über das Portal für Biontech-Impfstoff eingebucht“, schreibt der Kreis. Das System lasse diese Fehlbuchungen bedauerlicherweise zu. „Diese Personen werden erlasskonform und konsequent weiterhin abgewiesen – und zwar so lange, bis die Gruppe der Ü80-Jährigen versorgt ist“, betonte Bernhard Riepe, Leiter des Impfzentrums. 

„Personen über 80, die bislang keinen Termin haben, empfehlen wir, sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) weiterhin darum zu kümmern. Denn die Biontech-Impfmengen steigen, so dass wir Personen vorziehen können.“ 

Terminanfragen beim Impfzentrum sind möglich unter 05241/852960. Terminbuchungen über die KVWL erfolgen unter www.116117.de oder 116117.

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