In Region nur geringe Unwetterschäden
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Der Fluss Issel hat in Hamminkeln (Kreis Wesel) am Donnerstagmorgen eine Wiese überschwemmt. Die starken Regenfälle haben zum starken Anstieg des Flusses und zu zahlreichen Überflutungen geführt.
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Nach Auskunft der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Gütersloh rückte die Feuerwehr im Nordkreis zu 17 Einsätzen aus. „Wasser im Keller“ hieß es in den Kommunen Borgholzhausen, Halle, Steinhagen und Werther. Schlimmer traf es die Kreise Herford mit fast 90 und Minden-Lübbecke mit mindestens 74 unwetterbedingten Einsätzen.

In Warendorf und Sassenberg hinterließen örtliche Unwetter mit Starkregenfällen ebenfalls ihre Spuren. Auf „Glocke“-Nachfrage berichtete die Leitstelle der Feuerwehr von neun Einsätzen wegen überfluteter Keller. In Beckum musste zudem ein umgefallener Baum von der Fahrbahn entfernt werden. Menschen kamen in beiden heimischen Kreisen nicht zu Schaden.

Dramatischer stellte sich die Lage im Kreis Borken dar. Dort war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Die Stadt Isselburg hat nach Angaben des WDR einen Krisenstab eingerichtet - die Einsatzkräfte dort bereiten sich demnach auf ein mögliches Hochwasser vor. Die Issel droht über die Ufer zu treten.

Die Bezirksregierung Münster forderte 15.000 Sandsäcke an. Auch die Feuerwehren in Münster und Wuppertal helfen beim Füllen am Bauhof. Im Zentrum von Isselburg und im Ortsteil Werth bleiben alle Schulen und Kindergärten vorsorglich geschlossen. Nun müsse man abwarten, ob der Pegel der Issel weiter steigt, sagte Frank Schaffeld.

In Düsseldorf liefen am Mittwochabend mehrere Straßentunnel voll Wasser. Die Autobahn 46 musste dort gesperrt werden. Viele innerstädtische Straßen wurden ebenfalls überflutet. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt berichtete von mehr als 420 Einsätzen wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen bis zum frühen Donnerstagmorgen. Menschen wurden nicht verletzt, sagte ein Sprecher.

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