In Spexard leben zwei Bundessieger
Bild: Mense
Der Spexarder Zwartbles-Züchter Reinhard Feldhues ist stolz auf seine beiden Bundessieger: rechts „Paul“, der Bock, links das namenlose Muttertier.
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Vor knapp zwei Wochen ist der Spexarder Reinhard Feldhues mit seinen vier Schafen von der Bundesschau im Rahmen der Landwirtschaftsausstellung Agra aus Leipzig zurückgekehrt. Mit im Gepäck: die schwarz-rot-goldenen Schleifen und Stallplaketten für zwei Bundessieger und einen Reserve-Bundessieger.

„Auf Drängen des westfälischen Schafzüchterverbands habe ich mich im Winter dazu durchgerungen, tatsächlich einmal an der Bundesschau teilzunehmen“, schildert der 49-Jährige den Beginn des Abenteuers. Schauerfahrungen mit seinen Zwartbles hatte Feldhues vorher schon.

Robust, anspruchslos und fruchtbar

Beim Tag der Landwirtschaft in Tatenhausen und bei Ausstellungen im Detmolder Freilichtmuseum hat er die hübschen schwarzbraunen Schafe mit den markanten weißen Abzeichen an Kopf, Hinterbeinen und Schwanzspitze schon der Öffentlichkeit präsentiert. Aber 400 Kilometer nach Leipzig zur Bundesschafschau im Rahmen der Agra zu fahren, war doch noch etwas anderes.

Der Einsatz wurde aber reich belohnt: Feldhues feierte bei den Muttertieren einen Doppelsieg und holte die Titel Bundessieger und Reserve-Bundessieger. Zudem wurde auch Bock „Paul“ zum Bundessieger ausgerufen. Das dritte Spexarder Muttertier verließ den Schauring mit dem Ib-Preis seiner Klasse.

Keine Vermarktungsprobleme

Eine attraktive und besondere Schafherde gibt es in Spexard zu sehen.
Die Bundessiegerin ist vier Jahre alt und trägt auch in Spexard keinen Namen, sondern nur ihre Herdbuchnummer. Der sechsjährige Bock, den Feldhues vor vier Jahren gekört in Holland gekauft hat, wird zu Hause nur „Paul“ gerufen. Aktuell laufen auf den Weiden zwischen Ith- und Eggestraße außer dem Bock 13 Muttertiere und 15 Lämmer, die im Januar und Februar geboren worden sind.

Vermarktungsschwierigkeiten hat Feldhues nicht: Die in Deutschland noch recht seltenen Schafe sind bundesweit begehrt. Nicht nur bei Zwartbles-Haltern, sondern auch als Einkreuzungen in Wirtschaftsherden. Denn sie sind robust, anspruchslos, fruchtbar und mit guten Muttereigenschaften ausgestattet. Reinhard Feldhues, der als Landschaftsgärtner beim St.-Elisabeth-Hospital in Gütersloh arbeitet und schon viele Jahre Schafe hält, hat sich 2002 für diese Rasse entschieden und damals mit drei Muttertieren seine Herdbuchzucht begründet.

Mehr zu dem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 21./22. Mai.

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