Jäger kritisieren Umweltminister
Bild: Bitter
Auszeichnungen bei der Kreisjägerschaft Gütersloh: (v. l.) der stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrich Bultmann sowie die Geehrten Reinhard Hermelingmeier, Josef Westermann, Karl-Heinrich Hoyer und Klaus Tophinke.
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Gleichzeitig verabschiedete ihn die Kreisjägerschaft Gütersloh in ihrer Versammlung am Freitagabend im Haus Müterthies in Spexard als stellvertretenden Vorsitzenden. Hoyers Nahfolger wurde Heiner Rolf-Kiel (Versmold). Im Amt bleiben Geschäftsführer Günter Becker (Harsewinkel) und Beisitzer Wilhelm Spanner (Rietberg).

Der Kreisvorsitzende Ralf Reckmeyer (Herzebrock) beklagte, das Jahr 2013 habe keine Klarheit über die jagdpolitische Zukunft in Nordrhein-Westfalen gebracht. Für die Hinhaltetaktik des NRW-Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) zeigte er kein Verständnis. Präsident Müller-Schallenberg wertet es vor diesem Hintergrund als Erfolg, dass es gelungen sei, das Landesjagdgesetz über den 31. Dezember hinaus bis zum Sommer 2015 zu verlängern. Mit Blick auf ein sogenanntes ökologisches Jagdgesetz erklärte der Jurist: „Jede Einschränkung der Jagd nimmt Eigentumsrechte. Dagegen werden wir klagen.“ Der Präsident kündigte an, der Rückgang beim Niederwild werde mit der Hochschule Hannover erforscht, weil die Ursache nicht endgültig feststehe. Müller Schallenberg: „Feld, Wald und Wild gehören zusammen. Wald vor Wild oder Wild vor Wald wird es mit uns nicht geben. Der Naturnutzer ist auf den Naturschützer existenziell angewiesen.“

„Brauchen keine Bevormundung“

Landrat Sven-Georg Adenauer zeigte sich ebenfalls verärgert über Minister Remmel, weil er die Lebensmittelkontrolle vom Kreis Gütersloh auf das Land verlagern wolle. Adenauer betonte einmal mehr: „Es gibt bei uns keine Lücken. Inzwischen werden nicht nur Dinge verboten, die Spaß machen, sondern auch solche, die vernünftig sind. Wir brauchen keine Bevormundung aus Düsseldorf.“ Beifall brauste auf, als der Landrat nachlegte und die Jäger aufforderte: „Den Herrn Remmel, den müsst ihr einfangen.“

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