Jagdpolitische Wende wird erwartet
Bild: Bitter
Ehrenrungen bei der Kreisjägerschaft Gütersloh: (hinten v. l.) der stellvertretende Vorsitzende Heiner Rolf-Kiel (Versmold), Michael Zaturski (Gütersloh), Reinhard Hermelingmeier (Rietberg), Roland Herbort (Rietberg), Gerhard Diekötter (Gütersloh), der stellvertretende Vorsitzende Ulrich Bultmann (Rheda-Wiedenbrück), Geschäftsführer Günter Becker aus Harsewinkel mit Goldmedaille des Landesjagdverbands und Kreisvorsitzender Ralf Reckmeyer (Herzebrock-Clarholz) sowie (vorn v. l.) Dirk Strothoff (Rietberg), Marc Wortmann (Gütersloh) und Heinz-Jürgen Schulte (Rietberg).
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Bei der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung am Freitagabend bei Schlüter in Clarholz dankte der Kreisvorsitzende Ralf Reckmeyer (Herzebrock-Clarholz) Günter Becker aus Harsewinkel für außergewöhnlichen Einsatz. 33 Jahre gehörte er dem Vorstand an, davon 24 Jahre als Geschäftsführer. Reckmeyer wertete die Arbeit als Geschäftsführer als eine der undankbarsten Aufgaben. Sämtliche Kritik komme bei ihm an. Die Meriten ernteten indes andere. Der Landesjagdverband ehrte Becker mit einer Medaille in Gold.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Heiner Rolf-Kiel (Versmold) wurde wiedergewählt. Besitzer Wilhelm Spanner aus Rietberg (jagdliches Brauchtum) hängt weitere vier Jahre dran. Neuer Obmann für jagdliches Schießen ist Jürgen Leßmann (Rheda-Wiedenbrück). Für die Jungjägerausbildung zeichnet künftig Hans-Jürgen Schulte (Rietberg) verantwortlich.

 Reckmeyer blickte zurück auf den gelungenen Landesjägertag mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in der Stadthalle Gütersloh. Der Kreisvorsitzende sprach von einer jagdpolitischen Wende. Notwendig sei ein neues Gesetz, das für mehrere Perioden Bestand habe. Mit einem Referenten-Entwurf sei noch Ende April in Düsseldorf zu rechnen, mit einer Entscheidung allerdings nicht vor Oktober. Gegen die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz hatte der Kreisvorsitzende nichts einzuwenden, wohl gegen eine Verankerung im Landesjagdgesetz.

 In Erinnerung bleibt vielen Jägern die Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest in der überfüllten Rotunde des Kreishauses. Für Reckmeyer handelt es sich bei der Seuche um ein von Menschen gemachtes Problem.

 Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU), der mit dem CDU-Bundestagsabgeordnetem Ralph Brinkhaus und dem Landtagsmitglied Raphael Tigges zu den Ehrengästen zählte, lobte die Jägerschaft. Der Kreis Gütersloh könne nur ein großes Rad drehen, wenn viele kleine Räder ineinandergriffen. Die Jäger würden als prägendes Element dazugehören. Auch der Landrat erwartet ein neues nachhaltiges Jagdgesetz. Seine Überzeugung: „Es wird sich deutlich absetzen von dem, was vorher war.“

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