Jan Michael Goldberg will in den Landtag
Die SPD Rheda-Wiedenbrück hat Jan Michael Goldberg als SPD-Landtagskandidaten im Süden des Kreises vorgeschlagen: (v.l.) Francesco Trifoglio (stellvertretender Vorsitzender), Marco Sänger (Kassierer), Jan Michael Goldberg (Kandidat und Kreistagsmitglied) sowie Brigitte Frisch-Linnhoff (Vorsitzende).

Damit würde Goldberg, der auch dem Kreistag angehört, auf Jochen Gürtler (65 Jahre, Schloß Holte-Stukenbrock) folgen, der im Mai nächsten Jahres nicht noch einmal zur Wahl antreten möchte. Wird der 21-Jährige, der bisher der einzige SPD-Kandidat für diesen Wahlbezirk ist, tatsächlich im Herbst nominiert, muss er sich im Wahlkampf vor allem mit André Kuper, dem amtierenden Landtagsabgeordneten und ehemaligen Rietberger Bürgermeister, auseinandersetzen. Der Christdemokrat holte 2012 den die Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Rietberg, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock umfassenden Wahlkreis mit 49,6 Prozent der Stimmen.

21-jähriger Sozialdemokrat sitzt auch im Landtag

Der gebürtige Rheda-Wiedenbrücker Jan Goldberg trat 2012 der SPD bei. „Um denen zu helfen, die arbeiten, gearbeitet haben oder noch arbeiten wollen“, wie er selbst laut Mitteilung sagt. „Schon als Kind bin ich immer mit zur Maikundgebung gegangen und wurde in der Ausbildung durch die Industriegewerkschaft Metall politisiert. Da war der Weg zur SPD dann nicht mehr ganz so weit.“

Nach seiner Ausbildung bei Miele zum Elektroniker für Betriebstechnik wechselte er 2014 zu Beckhoff Automation nach Verl. In Kooperation mit Beckhoff studiert Goldberg am Fachhochschulstandort Gütersloh Wirtschaftsingenieurwesen. Einen Wahlkampf hat Jan Michael Goldberg schon als Kandidat bestritten. 2014 kandidierte der damalige Kreisschülersprecher in Rheda-Wiedenbrück für den Stadtrat und Kreistag. In den Kreistag zog er ein, in seinem Stadtratswahlkreis erzielte er ein Stimmenplus von zehn Prozent. „Wir sind guter Dinge, dass Jan auch als Landtagskandidat ein gutes Ergebnis einfahren wird. Dafür wird die SPD Rheda-Wiedenbrück im Wahlkampf geschlossen kämpfen“, so Brigitte Frisch-Linnhoff, die Vorsitzende der SPD Rheda-Wiedenbrück.

Zu wenig junge Leute im Parlament

Die Frage, ob er nicht zu jung für eine solche Kandidatur sei, verneint Goldberg. „Ich finde, ein Parlament sollte seine Bevölkerung abbilden. Momentan sehen wir dort kaum junge Leute, kaum Ingenieure oder Menschen ohne Hochschulabschluss. Dafür viele Juristen und Personen aus dem öffentlichen Dienst, oft im gesetzteren Alter.“ Bereits 2013 hatte sich Goldberg nach Angaben der SPD bei einer Rede im Landtagssaal für eine stärkere Beteiligung junger Menschen in der Politik ausgesprochen.

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