Kaiserpaar regiert den Schützenkreis
Bild: Eickhoff
Ein Jahr lang stehen jetzt Alois Könighorst und Karin Straube als Kaiserpaar an der Spitze des Schützenkreises Gütersloh; links der Kreisvorsitzende Reinhard Große-Wächter.
Bild: Eickhoff

Am Samstag wiederholten sie ihre Erfolge aus den Jahren 2003/2004 und 2010/2011. Der scheidende Kreiskönig Josef Hemel von den Bürgerschützen hatte im Vorfeld der Veranstaltung alles gegeben – und sich beim Aufbau am Freitagabend auch noch eine schmerzhafte Fußverletzung zugezogen.

Alois Könighorst und Karin Straube setzen sich durch

Doch auf seinen Vereinskameraden Alois Könighorst konnten sich wieder alle verlassen: Der 66-jährige Vorzeigeschütze sorgte dafür, dass der Titel des Kreiskönigs bei den Bürgerschützen bleibt. Mit dem 208. Schuss sicherte sich der pensionierte Lokomotivführer die Regentenwürde. Wenig später fiel auch bei den Frauen auf dem Nachbarstand der Kaiserschuss (207) – abgefeuert von Karin Straube aus Pavenstädt.

Dank an scheidende Majestäten

Begonnen hatte das Kreiskönigsschießen am Samstagnachmittag mit dem Antreten der Vereine und Musikzüge am Sportplatz an der Ecke Tulpenweg/ Krokusweg in Bornholte. Anschließend marschierte das Schützenvolk zum Festplatz der Bürgerschützen am Schmiedestrang, wo die Parade folgte. Kreisvorsitzender Reinhard Große-Wächter dankte den scheidenden Majestäten Josef Hemel und Claudia Busche für die ebenso vorbildliche wie charmante Repräsentation. Besonders nachhaltig war seinen Worten zufolge die Teilnahme am Europakönigsschießen in Peine. Unvergessen der Festumzug mit 30 000 Schützen bei 30 Grad im Schatten.

Große-Wächter sagte: „In Zeiten des Wohlstands und der Freiheit sind viele Dinge normal geworden. Wir vergessen aber vielfach, wie wertvoll sie sind. Wohlstand, Freiheit, Heimat, Verständnis und Hilfe untereinander, aber auch Respekt – nur wer dies einmal entbehrt hat, vermag diese Werte zu schätzen.“

Nachwuchs aus Rheda gibt sich treffsicher

Anschließend stärkten sich die Schützen mit Kaffee und Kuchen, ehe die Schießwettbewerbe starteten. Auf vier Vögel wurde parallel geschossen: bei den Kindern und Jugendlichen sowie bei den Königinnen und Königen. Am treffsichersten zeigten sich die Jugendlichen des Schützenvereins zu Rheda. Mit dem 19. Schuss sicherte sich Sebastian Tubes die Krone. Bruder Yannick folgte mit dem Zepter (68. Schuss), Simon Schnittker freute sich, als nach seinem 78. Schuss der Apfel zu Boden fiel. Noch mehr jubelte der 20-jährige Chemielaborant, als nach dem 139. Schuss die Reste des Adlers zu Boden fielen. Zur Kreisjugendkönigin wählte er Kim Winkel, Adjutantin ist Jessica Fischer.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 12. September.

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