Karte der Schicksale soll wachrütteln
Bild: Neitemeier
Auch Bilder von Blumen, Kerzen und Fotos, die am Straßenrand an junge Unfallopfer erinnern, finden sich auf der markanten Kreiskarte auf der "Schutzengel"-Internetseite.
Bild: Neitemeier

Sie werden sichtbar, klickt man die Kreuze mit der Computermaus an. Bilder von den Unfallstellen und den Rettungseinsätzen sowie Informationen zu den Unglücken und den Ursachen wie überhöhte Geschwindigkeit oder fehlende Fahrpraxis spiegeln das Geschehen wider. Hinzu kommen Aufnahmen von Kerzen, Blumen, Fotos und Kreuzen, die an Ort und Stelle an die Opfer erinnern und Trauer dokumentieren.

„Genug ist genug“ ist die interaktive Karte überschrieben, die jetzt als weiterer Baustein für mehr Verkehrssicherheit im Kreis auf der Homepage des „Schutzengel“-Projekts zu finden ist. Margit Picker, die Leiterin der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde, hatte die Idee zu dieser Form von Präventionsarbeit („Karte der Schicksale“). Die Polizeirätin ist wie Detlef Stieg, Abteilungsleiter Straßenverkehr beim Kreis, Geschäftsführerin des „Schutzengel“-Projekts. „Wir wollen mit der Karte zeigen: Hier sind Menschen aus unserer Mitte gestorben“, so Stieg und Picker.

Im „Schutzengel“-Projektzeitraum zwischen 2008 und 2010 starben 16 junge Fahrer auf den Straßen im Kreis, 906 verunglückten insgesamt. Im gleichen Zeitraum davor (2005 bis 2007) kamen 20 Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ums Leben, 1036 verunglückten.

Für Landrat Sven-Georg Adenauer ist die interaktive Karte ein „konfrontatives Stilmittel, um junge Menschen wachzurütteln und zu zeigen, wie häufig und plötzlich sich solche Unfälle ereignen“. Man dürfe nichts unversucht lassen, um die Unfallzahlen bei den jungen Fahrern zu senken.

www.be-my-angel.de

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