Kaya Yanar regt sich über Tierquäler auf
Bild: Dilly
Ausrasten für Anfänger: So heißt das neue Bühnenprogramm von Kaya Yanar, in dem er am Sonntag, 3. November, ab 19 Uhr im Haller Gerry-Weber-Event-Center seinen Fans Geschichten verrät, die ihn persönlich auf die Palme bringen.
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„Die Glocke“: Herr Yanar, wie wollen Sie die angeblich humorlosen Ostwestfalen zum Lachen bringen?

Kaya Yanar: Ich habe keine humorlosen Fans, sonst würden die ja kein Geld ausgeben, um zu lachen. Wie soll ich das machen wollen? Man fragt einen Tischler doch auch nicht, wie er einen Tisch bauen will, das ist sein Job.

„Die Glocke“: Sie sind das erste Mal in Halle zu Gast. Was haben Sie bislang über diese Stadt gehört?

Yanar: Das ATP-Turnier kennt ja jeder. Aber sonst nicht viel. Außer dass ich 20 Jahre brauchte, um die Stadt zu entdecken.

„Die Glocke“: In Halle wird am 18. November der letzte Teilabschnitt der A33 eröffnet. Als Wahlschweizer sind sie auf Schnellstraßen langsamere Geschwindigkeiten gewohnt. Welche Verkehrsdelikte haben Sie in der Schweiz bereits begangen?

Yanar: So ziemlich alle: Rotlicht und Tempolimit ignoriert, ein Abbiegeverbot übersehen, zwei Sicherheitslinien überfahren, Vortrittsverbot für Fußgänger missachtet, falsch in eine Einbahnstraße gefahren. Die Strafen sind drastisch, das Bußgeld reicht für einen Kleinwagen.

„Die Glocke“: Der Name Ihrer Tour lautet „Ausrasten für Anfänger“. Wen meinen Sie mit Anfängern?

Yanar: Ich fange hier und da langsam an, auszurasten und merke, ich stehe nicht alleine da. Also arbeite ich das Thema so auf, wie ich das kenne: mit Humor. Wir lachen über meine Ausraster und über die des Publikums, denn die dürfen interaktiv mitmachen.

„Die Glocke“: Wo liegen die Unterschiede zwischen Deutschen, Türken und Schweizern, wenn es ums Ausrasten geht?

Yanar: Das ist eine zu große Frage, denn ich kenne nicht alle Deutschen, Türken und Schweizer. Ich kann nur sagen, dass meine Schweizer Frau nicht aus-, sondern einrastet. Wenn sie sich aufregt, wird sie immer leiser, bis man sie nichts mehr hört.

„Die Glocke“: Und über was regt sich Kaya Yanar auf?

Yanar: Über Nazis, Rassisten, profitgierige Unternehmer, Tierquäler, Evolutionsbremsen und noch viel mehr.

 „Die Glocke“: Wie kann man Sie nach einem Ausraster beruhigen?

Yanar: Indem man mich veräppelt und sich lustig über mich macht. Ich lache gerne.

Was die größte Verschwendung in Kaya Yanars Leben war, lesen Sie in der Gütersloher Lokalausgabe von Freitag, 25. Oktober, und im E-Paper.

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