Kfz-Zulassungsrekord im Kreis Gütersloh
Viel Betrieb: Die Zulassungsstelle des Kreises Gütersloh bearbeitete 2018 mehr als 144 000 Anliegen, darunter 15 431 Neuzulassungen. Insgesamt sind im Kreis Gütersloh jetzt 317 341 Fahrzeuge zugelassen - 6500 mehr als 2017.

Das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um mehr als 6500 Fahrzeuge. Die mit Diesel betriebenen Pkw machen noch immer etwa ein Drittel der insgesamt 230.486 zugelassenen Autos aus. Die Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge hat sich im Vergleich von 245 auf 384 Fahrzeuge erhöht.

Kunden warten im Schnitt 15 Minuten lang

Rund 64.200 Kunden suchten die Zulassungsstelle auf. Mehr als 144.000 Anliegen wurden an den Schaltern bearbeitet, davon 15.431 Neuzulassungen und 49.640 Zulassungen von Gebrauchtfahrzeugen. Die Wartezeit für die Kunden lag im Jahresdurchschnitt bei 15 Minuten.

Eines der Themen, mit dem sich die Mitarbeiter erstmals beschäftigen mussten, waren die Auswirkungen des Diesel-Abgas-Skandals. Seit Anfang 2018 teilt das Kraftfahrt-Bundesamt den Zulassungsbehörden mit, welche Fahrzeuge trotz mehrmaliger Anschreiben bislang nicht an der Rückrufaktion der Fahrzeughersteller teilgenommen haben. Die Behörde kann deshalb dem Fahrzeughalter eine Frist zur Beseitigung der Mängel setzen und bei Nichtbeachtung den Betrieb des Wagens auf öffentlichen Straßen untersagen.

Diesel-Skandal auch 2019 beherrschendes Thema 

Bisher wurden dem Kreis rund 220 betroffene Fahrzeuge gemeldet. Die meisten erledigen in der Regel die erforderliche Software-Umstellung. Drei Prozent wenden sich an das Verwaltungsgericht. „Dieses ungeliebte Thema wird die Zulassungsstelle auch 2019 beschäftigen“, ist sich Kathrin Birkenhake von der Abteilung Straßenverkehr sicher.

2018 wurde zudem ein neues Messverfahren namens WLTP für die Kohlendioxid-Emissionen eingeführt. Seit dem 1. September dürfen nur noch Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstmals in den Verkehr gebracht werden, wenn sie nach diesem neuen Messverfahren geprüft worden sind. Bei ihrer Neuzulassung haben die Mitarbeiter bis zu 13 technische Daten zusätzlich manuell zu erfassen, damit das Hauptzollamt die Kfz-Steuer berechnen kann.

Seit der Erweiterung des Online-Angebots im November können sich Kunden im Internet einen Termin für die An-, Um- oder Abmeldung eines Fahrzeugs reservieren. Und auch die Möglichkeit, sein Fahrzeug online abzumelden und sich so den Besuch der Zulassungsstelle zu ersparen, wird zunehmend genutzt. Für 2019 ist eine weitere Ausweitung der onlinebasierten Zulassungsvorgänge geplant. Das Hauptgeschäft soll aber weiterhin über die Kundenschalter im Kreishaus abgewickelt werden.

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