Kiebitzhof-Knäckebrot auf dem Vormarsch
Bild: Neitemeier
Alle Hände voll zu tun hat die Verpackungsabteilung mit täglich 3000 Päckchen Knäckebrot. Künftig werden es bis zu 5000 Tüten sein: (v. l.) Alexandra Vanbracht, Bäckermeister Jürgen Fortmann, Helene Hadam und Monika Christoph.
Bild: Neitemeier

Die Rede ist von der Bäckerei des Gütersloher Kiebitzhofs und ihrer Knabber-Spezialität, die es inzwischen in 17 Sorten gibt. Das Tor für die deutliche Kapazitätsausweitung geöffnet hat die Zertifizierung nach dem International Food Standard (IFS). Ein Auditor des TÜV bescheinigte der Wertkreis-Einrichtung vor wenigen Tagen, nach den strengen IFS-Richtlinien zu produzieren.

Anforderungen verschärft

„Dieses Siegel war unabhängig von unseren anderen Zertifikaten Bedingung für die Zusammenarbeit mit einem neuen, international agierenden Großkunden“, sagt Wertkreis-Geschäftsführer Martin Henke. Die IFS-Qualitätsanforderungen sollen laut Jürgen Fortmann vor allem dafür sorgen, dass bei der Produktion keine Fremdstoffe in das Knäckebrot und die anderen Backwaren gelangen. Darauf und auf größtmögliche Hygiene habe man auch bisher bereits mit Argusaugen geachtet, so der Bäckermeister, „aber die Anforderungen und Sicherheitsvorkehrungen sind jetzt noch stärker“.

Metalldetektoren gab es in der Backstube am Heidkamp schon. Die Mitarbeiter trugen auch Kopfhauben. Doch die müssen nun nicht nur die Haare, sondern auch die Ohren bedecken. Ferner sind Porzellan und Glas aus den Produktions- und Aufenthaltsräumen verbannt, damit keine Splitter in den Teig gelangen können. Offene Taschen an der Arbeitskleidung sind tabu. Und wer aus dem Verpackungsbereich ins Lager oder nach draußen geht, schützt seine Schuhe mit Überziehern. Blaue Kittel zeigen, der Mitarbeiter hat gerade Pause. Ganz viele Kleinigkeiten also, die es wie die regelmäßige Kontrolle der Fenster zu beachten und zu dokumentieren gilt.

Mitarbeiter intensiv geschult

„Drei Monate haben wir uns vorbereitet und die Mitarbeiter intensiv geschult“, berichtet Fortmann. Personalhygiene habe bei IFS einen hohen Stellenwert. So seien selbst beim Händewaschen besondere Regeln zu beachten. Piktogramme zeigen, wie es richtig gemacht wird. „Es klappt sehr gut“, lobt Fortmann vor allem die behinderten Mitarbeiter, für die die neuen Vorgaben manchmal besondere Herausforderungen sind.

Mehr zu dem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ am 26. März.

SOCIAL BOOKMARKS