Kiebitzhof lädt zum Verweilen ein
Herzlich willkommen: Vor dem Durchgang zum Wintergarten im Kiebitzhof-Laden werben (v. l.) Verkäuferin Lea Wolke, Ladenleiterin Cornelia Winkler-Orf und Kreistagsmitglied Ute Jost (SPD) als Vertreterin des Wertkreis-Aufsichtsrats für das neue Angebot.

In dem um 106 auf 145 Quadratmeter erweiterten Speiseraum („Die Glocke“ berichtete) können bis zu 100 behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem „grünen Bereich“ des Wertkreises ihr Mittagessen einnehmen. Aktuell kommen 45 aus dem Landschaftsbau, 30 aus dem Gemüseanbau und 12 aus der Konservierung (Verpackung).

Für die Zubereitung der Speisen steht dem Koch Jörg Lindner nun eine modern eingerichtete Verteilküche zur Verfügung, in der sich professionell arbeiten lässt. „Die in der Zentralküche an der Hans-Böckler-Straße vorbereiteten Mahlzeiten werden an Ort und Stelle bis zu 30 Prozent mit eigenen Bio-Produkten frisch aufgewertet“, betont der Küchenchef.

Name für Wintergarten gesucht

Während der Ladenöffnungszeiten lädt ein neuer Wintergarten direkt neben Eingang Kunden, Radfahrer und Spaziergänger zum Verweilen ein. Ein Name wird noch gesucht. „Kiebitznest“ schwirrte am Eröffnungstag durch den Raum. Ladenleiterin Cornelia Winkler-Orf möchte nicht von Café sprechen, weil sonst die Erwartungen an den Service zu hoch angesetzt werden könnten. Nach anfänglicher Scheu werde das Glashaus gut angenommen. Mit Waffelbacken habe sie die Nutzung angeschoben, verrät Winkler-Orf.

Architekt Heinrich Voßhans (Avenwedde) gab dem Speisesaal, der abends den Bewohnern der benachbarten Wohnstätte offen steht, und dem Wintergarten einen eigenständigen Stil, der sich bewusst absetzt von den alten Scheunen aus Landeskrankenhaus-Zeiten mit Satteldach und weißen Wänden. So hat er es schon bei der Verbindung von Laden und Remise gehalten.

Wertkreis-Geschäftsführer Martin Henke meldet eine stabile Auftragslage bei den Landschaftsgärtnern und guten Absatz der Kiebitzhof-Produkte. Die freundlichen Räumlichkeiten seien ein Signal an die Mitarbeiter, dass ihre Arbeit geschätzt werde, und für Feiern geeignet.

Henke schließt die „beiden großen Kiebitzhof-Veranstaltungen“ zum 1. Mai und Erntedank mit ein. Kiebitzhof-Leiter Albert Menke, der häufig Kindergärten und Schulklassen zu Gast hat, kann sich ein Kochen mit Kindern vorstellen – mit Zutaten, die sie zuvor im Kiebitzladen gekauft haben.

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