Kinderprinzenpaar überstrahlt alles
Einen zauberhaften Karnevalsumzug erlebte Stukenbrock am Sonntag. Typisch für die Veranstaltung ist das gute Zusammenspiel von Alt und Jung. Beim Stukenbrocker Umzug stehen die Kinder nicht nur am Straßenrand, sondern reihen sich selbst auch in großer Zahl und begleitet von Betreuern und Eltern in den Lindwurm der Freude ein.

Denn die jungen Regenten des Stukenbrocker Karnevalsvereins (SKV) erlebten am Sonntag einen prächtigen Umzug. Dazu trug bei, dass das Wetter mitspielte. Die bedrohlich grauen Wolken hielten dicht, solange der Kinderkarnevalsumzug im Stukenbrocker Ortszentrum unterwegs war.

Tausende Schaulustige säumten die Straßen, als die mehr als 40 Gruppen an ihnen vorbeizogen: Musikkapellen, einige Wagen und die seit jeher den Umzug prägenden Fußgruppen aus Kindern und Erwachsenen. Nach Angaben des SKV wurde mehr als eine Tonne Gummibärchen, Popcorn, Chips und Bonbons geworfen. Und so waren die meisten Mädchen und Jungen nicht nur verkleidet erschienen, sondern auch mit Tüten, Beuteln, Körben und Taschen, um möglichst viel Beute machen und abtransportieren zu können.

Auf dem Prunkwagen des SKV waren unter närrischen Kappen auch Landrat Sven-Georg Adenauer und Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (beide CDU) dabei. Dem Landrat mit seinen rheinischen Wurzeln ging „Stukenbrock Helau!“ fast schon so flüssig über die Lippen wie das von Kindes Beinen an vertraute „Kölle Alaaf!“. Der Bürgermeister sollte eigentlich das große Blasmusikfinale auf der Hauptstraße mit alle beteiligten Kapellen dirigieren. Den Auftritt versäumte er allerdings, weil sein Karnevalswagen noch eine Runde drehte.

Wie üblich im Zug stark vertreten waren die Stukenbrocker Kindergärten. Einige Gymnasiasten folgten dem Aufruf des SKV an die heimischen Jugendlichen, sich als Punker verkleidet an dem Spektakel zu beteiligen. Jecken aus Fürstenberg, Hövelhof, Scharmede und Paderborn rundeten das Geschehen ab. Die Paderborner machten dabei Reklame für ihre eigene Karnevalparade am Samstag, 9. Februar.

Zur Sicherung des Umzugs trugen 50 Soldaten aus Augustdorf bei. Auch die Feuerwehr griff dem SKV beim Ordnungsdienst unter die Arme. Polizei und Sanitäter verzeichneten zur großen Freude des SKV bei der 17. Auflage des Kinderkarnevals keine besonderen Vorkommnisse.

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