Kirchenfestival im Gerry-Weber-Stadion
Bild: Blumenstein
Einladung zum Festival „Weite wirkt“ der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 6. bis zum 8. Mai im Gerry-Weber-Stadion in Halle: (v. l.) Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, Präses Annette Kurschus, Dr. David Frink (Gerry Weber International AG) und Walter Hempelmann (Superintendent Kirchenkreis Halle).
Bild: Blumenstein

Das Programm reicht von Workshops, Podien, Gottesdiensten, Kleinkunst, einem Marktplatz, Tanz- und Mitsingprojekten bis hin zu einem Konzert mit Popstar Adel Tawil. Der deutsche Sänger gestaltet im Rahmen seiner „Lieder Open Air“-Tour den ersten Abend im Stadion. Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

Zu den Gästen von Podiumsdiskussionen zu Themen wie Klimagerechtigkeit oder Flüchtlingssituation zählen unter anderem Bundeskanzleramtschef Peter Altmeier und Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer.

„Adel Tawil verkörpert den Geist des Festivals“, so Dr. Ulrich Möller. „Er setzt sich sehr für Toleranz ein. Er steht als Muslim und Sohn nordafrikanischer Eltern selbst dafür, dass Integration gelingen kann, und er verkörpert das Grenzüberschreitende.“ Letzteres steht im Mittelpunkt des dreitägigen Festivals, das als eine Art kleiner deutscher Kirchentag den Höhepunkt des Themenjahrs „Reformation und die Eine Welt“ der Evangelischen Kirche darstellt. „Das Evangelium kennt keine Grenzen“, sagte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus.

Das Themenjahr solle ein Jahr vor dem Jubiläum 500 Jahre Reformation daran erinnern, dass die Reformation eine weltweite Bewegung ist. „Kirche hat immer auch diese weltweite Dimension und den Blick auf die Christen auf der anderen Seite des Globus“, betonte Kurschus.

Deshalb sind Partnerkirchen in Afrika, Asien, Amerika und Europa aktiv in das Festival in Halle eingebunden. Und zwar als Gäste – erwartet werden rund 500 –, als Mitwirkende etwa bei der Aufführung des Oratoriums „The Peacemakers“ mit 1000 Sängern, unter anderem aus Südafrika, und als Mitfeiernde zum Beispiel in Indonesien, die per Live-Übertragung zugeschaltet werden.

Und weil sich beim Schlagwort „Eine Welt“ kein aktuelleres Thema aufdrängt als die Flüchtlingsbewegung, werden zum Auftakt des Festivals rund 500 Zuwanderer und 1000 Flüchtlingshelfer aus Westfalen im Gerry-Weber-Stadion begrüßt – als Willkommen einerseits, zum Dank andererseits.

Mit Ausnahme des Konzerts von Adel Tawil am Freitagabend und der Aufführung des modernen Oratoriums „The Peacemakers“ am Samstagabend mit 1000 Mitwirkenden ist der Eintritt auf das Stadiongelände und zu allen Veranstaltungen frei. Hauptorganisator Ulrich Möller: „Wir rechnen mit 20 000 bis 25 000 Besuchern.“

Das Programm und weitere Hintergründe finden Sie in der „Glocke“ von Dienstag, 15. März!

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