Klangvoller Auftakt: „Klasse, wir singen“  
Bild: Pieper
Gelungene Premiere: Kinder der Gütersloher Kapellen- und der Overbergschule eröffneten unter der Leitung von Gerd-Peter Münden das viertägige Liederfest „Klasse, wir singen“ in der Gütersloher Stadthalle.
Bild: Pieper

Seit Freitag tummeln sich in zehn Konzerten insgesamt 4000 Kinder auf der großen Bühne. „Die Aktion hat schon Spaß gemacht“, verrät Marita Weber, Lehrerin

Für folgende Konzerte sind beim Liederfest „Klasse, wir singen“ gibt es noch Karten.  

Samstag, 29. Februar: 11 Uhr Bolandschule Herzebrock-Clarholz, Grundschule Sundern Gütersloh; 14.30 Uhr Altstadtschule Gütersloh, Emsschule Rietberg; 17.30 Uhr Lindenschule Halle, Janusz-Korczak-Gesamtschule Gütersloh.

Sonntag, 1. März: 11 Uhr Grundschule Loxten; Eichendorff-Schule und Regenbogenschule Rheda Wiedenbrück, Mosaikschule Gütersloh; 14.30 Uhr Paul-Gerhardt-Schule und Grundschule Heidewald, Gütersloh; 17.30 Uhr Geschwister-Scholl-Schule Gütersloh und Grundschule Stukenbrock.

Montag, 2. März: 16 Uhr Grundschule Isselhorst und Grundschule Neißeweg, Gütersloh; 18.30 Uhr Elly-Heuss-Knapp-Schule und Grundschule Kattenstroth, Gütersloh. Darüber hinaus sind junge Sänger aus Arnsberg, Warburg, Bad Laer, Augustdorf und Detmold dabei.

an der Gütersloher Overbergschule, eine von 20 Schulen aus dem Kreisgebiet, die sich an der aktuellen Runde der vom Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter Münden bereits 2007 ins Leben gerufenen bundesweiten Aktion „Klasse, wir singen“ teilgenommen haben. „So ein Auftritt im großen Rahmen ist schon etwas Besonders für die Schüler.“

 Mehrere Wochen haben die Kinder im Musikunterricht aus einem Angebot von 16 Liedern diejenigen herausgesucht, die ihnen am besten gefielen und eingeübt.  Der Bogen spannte sich dabei vom neckischen Volkslied  „Kuckuck ruft’s aus dem Wald“ bis hin zum – „Awimbawewh, awimbaweh“ – in die Beine gehenden Dschungelhit „The lion sleeps tonight.“ Dass die Schüler trotz aller Proben vom Lampenfieber gepackt wurden angesichts der mit Eltern und Großeltern gut besetzten Halle, versteht sich von selbst. Ist ja auch keine Kleinigkeit, mal eben so ins Rampenlicht zu klettern und ein großes Gemeinschaftskonzert zu geben.

 Die Kapellen- und die Overbergschü er jedenfalls meisterten die Premiere am Freitag mit viel Spaß an der Freude.

Gerd-Peter Münden, der für die meisten Arrangements verantwortlich zeichnet, erwies sich als gern missionierender Moderator. Man müsse doch etwas dafür tun, dass Singen wieder gefördert und Chöre als unser ureigenster Kulturschatz wiederbelebt werde, erklärte er. Und dass Musik immer eine Botschaft habe, wusste er auch zu betonen. Das von der Klezmer-Klarinette getragene „Hevenu Schalom Alechem“ ließ er als zeitlosen Friedensgruß und als Zeichen des Miteinanders singen. Und der „Friday for Future“-Bewegung erwies er seine Reverenz mit dem Song „Nach dieser Erde“.

 Es gab Mutmach- und auch Mitmachlieder für Bühnenakteure und Publikum. Mal rasten die Affen sinnbildlich durch den Wald, dann wieder wurde in gediegener Mundorgel-Nostalgie „Kein schöner Land in dieser Zeit“ gesungen. Und dass sich „Bruder Jakob“ gleich in zwölf Sprachen empfahl, spiegelte nicht nur die unterschiedlichen Nationalitäten der Kinder wider, sondern auch die Erkenntnis, dass Singen aufs Schönste verbindet.

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