Kontrollpunkt lädt zum Testen ein
Landrat Sven-Georg Adenauer, Tobias Groppe (stellvertretender Abteilungsleiter und Ausbilder), Azubi Niklas Bever, Carsten Tannhäuser (Abteilungsleiter Geoinformation, Kataster und Vermessung) sowie Azubi Alina Freitag. 

GPS (Global Positioning System) steht für ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung. Der Referenzpunkt ist Ergebnis des Ausbildungsprojekts Geodätischer Kontrollpunkt für mobile Navigation des Kreises.

Bever und Freitag haben mit genauesten Satelliten-Messmethoden die Koordinaten N 51° 54.225’ | E 008° 20.926’ und in einem Nivellement die Höhe von 73,20 Metern über NHN (Normalhöhennull) bestimmt. Markiert ist dieser Punkt durch eine Steinstele, die nahe des Radwegs am Kreishaus in Gütersloh zu finden ist. Wer also wissen möchte, ob sein GPS-Gerät oder GPS-fähiges Smartphone genau misst oder wie groß die Abweichung zur tatsächlichen Koordinate ist, kann dies nach Angaben des Kreises ab sofort an dieser Stele testen.

Genauigkeit von Navigationsgeräten auf dem Prüfstand

Entweder die erwähnten Koordinaten in das GPS-Gerät eingeben, zu den Koordinaten laufen und schauen, wie weit man von der Stele entfernt steht. Oder das GPS-Gerät auf die Stele legen und die angezeigten Koordinaten mit denen auf der Stele vergleichen. Außer Radfahrern und Wanderern, die Einstellungen und Genauigkeit ihres Navigationsgeräts überprüfen möchten, ist die Stele auch Anziehungspunkt für moderne Schatzsucher.

Denn in der Nähe des Referenzpunkts haben die beiden Auszubildenden des Kreises einen Geocache versteckt. Dabei handelt es sich um ein kleines Plastikröhrchen mit einem Logbuch darin. Die Geocacher können diesen Cache mittels der Koordinaten und einem GPS-Gerät finden. Die Kombination aus Aktivität in der Natur, Technik und Sammelleidenschaft macht das Hobby über alle Altersklassen hinweg beliebt, so der Kreis. Außer dem Logbucheintrag in Papierform, können Cacher den Fund dieses Schatzes auch online registrieren. Mehr als 100 Cacher haben dies bereits binnen eines Monats getan und lobten in ihren Logs das Projekt der Kreis-Azubis: „Was für eine tolle Idee.“ „Die Katasterstifte haben damit echt was auf die Beine gestellt.“ „Toll, dass der Kreis mitspielt.“

Schatzsucher in der Nähe des Kreishauses

Carsten Tannhäuser, Abteilungsleiter Geoinformation, Kataster und Vermessung des Kreises Gütersloh, schließt sich dem Lob der Geocaching-Gemeinde an. Er ist stolz auf seine Auszubildenden und das erfolgreiche Projekt: „Es zeigt, wie vielseitig der Beruf sein kann.“ Für Interessierte bietet die Abteilung sowohl im Lehrberuf des Vermessungstechnikers also auch des Geomatikers Praktika und Ausbildungsplätze an. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite des Kreises Gütersloh (www.kreis-guetersloh.de) sowie unter www.arbeitsplatz-erde.de.

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