Konturen der Wege zeichnen sich schon ab
Hinter dem alten Herrenhaus auf dem Reckenberg in Wiedenbrück zeichnen sich die neuen Wege auf der Grünfläche bereits ab. Der Park am Kreishaus soll künftig öffentlich zugänglich sein. Die Umgestaltung geht auf einen Antrag der CDU-Kreistagsfraktion zurück.

Grundlage war, wie mehrfach berichtet, ein Antrag der CDU-Fraktion. Das Areal befindet sich in Kreisbesitz. Ursprünglich sollte die Umgestaltung bereits im Sommer abgeschlossen sein. „Wir wollen die schöne Fläche mit Blick auf den Teich für die Bürger öffnen“, sagt Uwe Supplie, Architekt in der Abteilung Gebäudewirtschaft des Kreises Gütersloh. Den neuen Fußwegen auf der Rückseite des alten Herrenhauses sollen später Sitzbänke folgen. Auch eine Beleuchtung des Parks ist geplant.

Reckenberg in Wiedenbrück als öffentlicher Park

Für Fußgänger, die von der Ostseite der Stadt in Richtung Innenstadt gehen, sind die öffentlich begehbaren Wege durch den Park eine Abkürzung. Im Park wird es einer Mitteilung des Kreises zufolge sowohl Kieswege (wassergebundenen Decke) als auch gepflasterte Bereiche geben. Zudem sollen Schrittplatten auf der Rückseite des Herrenhauses auf den historischen Garten hinweisen. Die Baustelle hat zudem eine Besonderheit: Das gesamte Gelände ist ein Bodendenkmal.

Archäologe vor Ort

Bevor der Bagger loslegen durfte, mussten bei der Unteren Denkmalbehörde sowie beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe Genehmigungen eingeholt werden. Während der Baumaßnahmen muss zudem stets ein Archäologe zugegen sein. „Unterhalb der neu angelegten Wege befindet sich die historische Gartenanlage des Herrenhauses. Es ist durchaus möglich, dass wir im Zuge der Arbeiten Relikte finden werden. Dann sind wir schon vor Ort und können diese dann zeitnah dokumentieren, damit direkt weiter gearbeitet werden kann“, erklärt der vom Kreis beauftragte Archäologe Dr. Eberhardt Kettlitz.

Nasse Tage behindern Arbeiten

Mögliche Funde werden durch den Archäologen nicht geborgen, sondern lediglich dokumentiert. Nur im Falle von größeren Entdeckungen, wie etwa eines Mauerwerks, würden die neu angelegten Wege um dieses herumgebaut werden. „Das gibt uns mehr Flexibilität. Wenn wir auf etwas Interessantes stoßen sollten, gibt es keinen großen Baustopp. Das hilft uns, den Zeitplan einzuhalten“, sagt Supplie. „Wir hatten zuletzt einige sehr nasse Tage, so dass die Arbeiten geruht haben. Aber im Sommer wäre es aufgrund des vielen Regens auch nicht schneller gegangen“, sagt der Architekt zu den äußeren Umständen.

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