Kraftprotze lassen die Muskeln spielen
Finale beim Armwrestling im Hanky Panky: Alex Kowalski (links) muss sich Alés Svoboda geschlagen geben. Im Hintergrund: Wirt, Moderator und Schiedsrichter Maik Dreisvogt.

Die Teilnehmer bringen in der Regel ordentlich Gewicht auf die Waage, was Maik Dreisvogt ganz besonders freut. „Da muss ich mir nicht mehr so dick vorkommen.“ Beim jüngsten Wrestling traten mit dem 110 Kilogramm schweren Arthur Husar und Alés Svoboda, der 105 Kilogramm wiegt, zwei Augustdorfer Schwergewichte und Freunde gegeneinander an.

Insgesamt boten neun mehr oder weniger muskelbepackte Männer dem begeisterten Publikum in drei Runden ein spannendes Spektakel. „Für uns ist es eine reine Spaßveranstaltung“, betonte Dreisvogt. Als sein Hanky Panky noch Bielefeld stand, ist das Kräftemessen nach Angaben des Wirts etwa 100 Mal veranstaltet worden. Dabei sei es sogar einige Male zu Armbrüchen gekommen. Das Reglement soll solche Unglücksfälle nun verhindern.

Gedrückt wurde stehend abwechselnd mit der rechten und der linken Hand an einem speziell präparierten Armwrestling-Tisch. „Jungs, wenn etwas nicht gut läuft, sagt Bescheid, dann breche ich sofort ab. Ich weiß, wovon ich rede“, rief Maik Dreisvogt in die Runde der Kraftprotze. Nach einer schnellen ersten Runde und einem Durchgang „Jeder gegen jeden‘“ standen die vier Finalteilnehmer fest.

„Es gibt sehr viele Kniffe. Auf den Griff, die Armlänge und die Schnelligkeit des Gegners kommt es an. Darauf stelle ich mich ein“, erklärte der 41-jährige Arthur Husar sein Erfolgsrezept. In Sekundenschnelle hatte er den Arm seines Gegners Alex Stein in das Polster gezwungen und sich somit den dritten Platz erkämpft.

„Komm, zeig’s dem Lappen“, rief einer der Zuschauer, als sich nach zwei Stunden die beiden Finalisten gegenüberstanden. Die Kämpfer nahmen es mit Humor und gaben alles, um sich den Pokal zu holen. In einem hart umkämpften Finale konnte der 28-jährige Alés Svoboda das Duell gegen Alex Kowalski (27) aus Leopoldshöhe schließlich für sich entscheiden. Die Kontrahenten gaben sich die Hand und gingen gut gelaunt auseinander.

„Coole Jungs und ein toller Wettkampf“, so lautete das Fazit von Maik Dreisvogt. Der Sieger hält sich übrigens mit Segeln, Tauchen und Gleitsurfen fit, ist von Beruf Psychologe und arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit. Er darf sich über eine Siegerprämie von 75 Euro freuen. Der Zweite bekam 50 Euro, der Dritte zwei Verzehrgutscheine. Das Armwrestling findet an jedem fünften Freitag im Monat statt.

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