Kreis-CDU erkundet den Holter Wald
Förster Christoph Wiegand (links) erläutert im Holter Wald Forsteinrichtungskarten für Schloß Holte-Stukenbrock und Verl. Rechts: der Vorsitzende der Schloß Holte-Stukenbrocker Senioren-Union, Dr. Siegfried Kosubek.

Berufsjäger Jens Brinkmann begrüßte als Vertreter des Eigentümers am Mittwoch am Schloßkrug die Teilnehmer der zweiten Waldwanderung des CDU-Kreisverbands. 315 Hektar des Mischwalds mit Fichten, Douglasien, Buchen und Eichen stünden als FFH-Gebiet (Fauna, Flora, Habitat) unter europäischem Schutz, erläuterte er.

Außerdem bleibe ein 15 Hektar großer Eichenbestand bis 2040 sich selbst überlassen. Da er sich in der Nähe der Schlossstraße befinde, greife die Tenge-Rietbergsche-Forstverwaltung nur bei Verkehrsgefährdung durch umstürzende Bäume ein. Brinkmann erwähnte auch 500 kartierte Spechthöhlenbäume, die unberührt grünen, bis sie von selbst zusammenbrechen.

Der für die Waldungen in Schloß Holte-Stukenbrock und Verl zuständige Förster des Regionalforstamts Ostwestfalen-Lippe, Christoph Wiegand, erklärte sogenannte Forsteinrichtungskarten. Während das Haus Tenge-Rietberg seinen Forst selbst verwalte, hätten sich 120 Waldbesitzer in seinem Bereich in Forstbetriebsgemeinschaften zusammengeschlossen, sagte der Beamte.

Die Waldbauern in den beiden Nachbarstädten ernteten im vergangenen Jahr 6000 bis 8000 Festmeter Holz. Auf einen Lastwagen passen 25 Festmeter.

Da die Senne – noch Truppenübungsplatz der Briten – nicht weit war, kam der Vorsitzende des Kreiswaldbauernverbands, Karl-Heinrich Hoyer (Melle), schnell auf den geplanten Nationalpark zu sprechen. „Den begrüßen wir als Waldbauern überhaupt nicht“, stellte er klar. Dafür gefiel Hoyer der Holter Wald umso mehr: „Hier haben wir Natur pur, aber keinen Urwald.“ Wald sei Wirtschaftsfaktor, diene dem Klimaschutz und kaschiere so manches, „was in der Landschaft für das menschliche Auge nicht angenehm ist“, fügte er hinzu.

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