Kreis-Team ist ab Januar einsatzbereit
Bild: Neitemeier
Am St.-Lucia-Krankenhaus in Harsewinkel werden ab dem 1. Januar nicht mehr Fachkräfte des Malteser-Hilfsdienstes, sondern des Kreises die Notfallrettung sicherstellen. Der Kreis übernimmt diese Aufgabe sowie den qualifizierten Krankentransport in den nördlichen Kommunen (bisher Arbeiter-Samariter-Bund, der zudem auch in die Notfallrettung eingebunden war) in eigener Regie. Einige ASB- und Malteser-Mitarbeiter wie der bisherige Wachleiter Sebastian Stratmann (rechts) wechseln zum Kreis, andere wie Aljoscha Rüger-Wilms nicht.
Bild: Neitemeier

Der ASB wickelt bis zum Jahreswechsel vornehmlich im Norden des Kreises auch noch den qualifizierten Krankentransport ab. 28 Fachkräfte, davon zwei halbtags, wird der Kreis nach Angaben von Thomas Kuhlbusch, dem Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Ordnung und Recht, dafür einstellen.

28 neue Fachkräfte eingestellt

15 von ihnen kennen ihr Einsatz- und Aufgabengebiet rund um die Mähdrescherstadt bereits, weil sie dort derzeit schon Menschen in Notsituationen und Kranken helfen – allerdings für den ASB (Notfallrettung und qualifizierter Krankentransport) oder den Malteser-Hilfsdienst (überwiegend Notfallrettung). Diese beiden Hilfsorganisationen wickeln seit 2009 im Auftrag des Kreises das Einsatzgeschehen in Harsewinkel ab. Ihr Vertrag läuft Ende 2014 aus.

Die Verlängerungsoption bis zum 30. Juni 2015 musste der Kreis nach Angaben von Thomas Kuhlbusch nicht ziehen, weil die Neuorganisation mit eigenem Personal und Material zum 1. Januar einsatzbereit ist. „Das war ein echter Kraftakt“, so der Fachbereichsleiter. Alternativ zum Betrieb in eigener Regie hätte der Kreis die Rettungs- und Krankentransportleistungen der Wache Harsewinkel (regelmäßig) europaweit neu ausschreiben müssen.

Fünf Fahrzeuge werden angeschafft

Das wollte der Kreistag mit Blick auf mögliche Qualitätsschwankungen und Reibungsverluste nicht und nahm dafür höhere, durch Gebühren gedeckte Kosten in Kauf. Kuhlbusch: „Zudem sind wir so beim Einsatz des Personals und der Fahrzeuge viel flexibler.“

Die Kreisverwaltung hatte in den vergangenen Wochen nicht nur die Personalfrage zu lösen, sondern musste auch in Sachen Fahrzeuge und Gebäude die Weichen für die neue Struktur stellen. ASB und Malteser waren teils mit eigenen Einsatzwagen unterwegs. Die übernimmt der Kreis dem Fachbereichsleiter zufolge „aus unterschiedlichen Gründen“ nicht, sondern schafft für rund 700 000 Euro fünf neue Fahrzeuge für Notarzt, Rettungsdienst und Krankentransport an. Bis sie geliefert werden, wird auf Mietfahrzeuge zurückgegriffen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 22. November.

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