Kreis baut Export-Spitzenposition aus
In Ostwestfalen-Lippe ist die Wirtschaft im Kreis Gütersloh mit deutlichem Abstand Spitze in Sachen Export. Dafür sorgen auch Landmaschinen aus dem Haus Class in Harsewinkel.

Gerade mal ein Drittel davon schaffte nach den neuesten Exportdaten der Industrie- und Handelskammer Bielefeld der zweitplatzierte Kreis Minden-Lübbecke. Schlusslicht mit 576 Millionen Euro ist der Kreis Höxter.

Insgesamt wuchs das Auslandsgeschäft in der Region um knapp 15 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Gleichwohl ist die Exportquote ostwestfälischer Unternehmen mit 33,5 Prozent nach wie vor unterdurchschnittlich. Ulrich Wüseke, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses: „Die Schere zwischen Ostwestfalen, Bund und Land konnte 2011 nicht weiter geschlossen werden.“

Als exportstärkste Branche erwies sich erneut der auch im Kreis Gütersloh stark vertretene Maschinenbau, in der fast ein Viertel des gesamten ostwestfälischen Exportvolumens erwirtschaftet wurde. Die zwischen Borgholzhausen und Langenberg ebenfalls sehr starke Ernährungs- und Futtermittelindustrie schaffte es zum ersten Mal auf Platz zwei und hat damit die Anbieter elektrischer Ausrüstungen auf Platz drei verwiesen. Die Möbelindustrie lag nach Angaben der IHK wie im Vorjahr auf Rang vier.

Insgesamt entfallen auf diese vier Branchen über 60 Prozent der Exportumsätze, heißt es bei der IHK. „Für 2012 verbreitet das Auslandsgeschäft wieder viel Zuversicht. 61,1 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Umsätze“, berichtet Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. Besonders positiv schätzen die Unternehmen die erwarteten Geschäftsbeziehungen zu Russland, Indien, der Türkei und den USA ein – zusätzlich zu den traditionell guten Erwartungen gegenüber den direkten EU-Nachbarländern.

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