Kreis befürchtet Fischsterben
Dem Ziegenbach in Versmold ist die derzeitige Trockenheit deutlich anzusehen: Organisches Material wie Laub und Schlamm kann in den Gewässern einen kurzfristigen Sauerstoffmangel herbeiführen und ein Fischsterben verursachen.

Allein in diesem Sommer habe es im Kreisgebiet leider schon fünf Fischsterben in Langenberg (Forthbach), Versmold (Aabach und Ziegenbach), Greffen (Loddenbach) sowie Rietberg (Wapel) gegeben.

Durch die hohen Temperaturen des Wassers reduziert sich der darin enthaltene Sauerstoffgehalt. „Bei Werten von mehr als 28 Grad wird es eng für die Fische“, erklärt Thorsten Junker, Leiter der unteren Wasserbehörde beim Kreis Gütersloh. Die Ems hat bereits eine Wassertemperatur von 25 Grad. Die gesunkenen Pegel führen teilweise dazu, dass Flussbetten gänzlich austrocknen.

„In dieser Situation sind wir leider machtlos und können nicht mehr helfen“, so der Ingenieur. Der Kreis Gütersloh appelliert daher dringlich an alle Bürger, kein Wasser aus Gräben, Bächen, Flüssen, Teichen und Seen zu entnehmen. „In der aktuellen Situation ist es für die Fische überlebenswichtig, dass ihnen möglichst viel Wasser gelassen wird“, unterstreicht Junker den Appell an die Bürger.

Sollten in Kürze Niederschläge fallen, kann für die Gewässer und die Fische leider keine Entwarnung gegeben werden. Organisches Material wie Laub und Schlamm, das aus dem Umfeld oder aus Kanalisationen mit Starkregen in die Bäche und Flüsse gelangt, kann in den Gewässern einen kurzfristigen Sauerstoffmangel herbeiführen. Mit den hohen Temperaturen des Wassers sind dann gegebenenfalls lokale Fischsterben zu befürchten.

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