Kreis bei Ausbildungen in OWL vorn
Bild: Bitter
Bestellen gemeinsam das weite Feld der beruflichen Ausbildung: (v. l.) Elmar Barella (Handwerkskammer), Swen Binner (Industrie- und Handelskammer), der Leiter der Arbeitsagentur Bielefeld, Thomas Richter, und sein Stellvertreter Jobst Hilker.
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Zum Stichtag 30. September meldet der Leiter der Agentur für Arbeit in Bielefeld, Thomas Richter, noch 218 unversorgte Bewerber um eine Ausbildung. Ihnen stehen 147 unbesetzte Stellen gegenüber. Richter: „Das ist hinnehmbar. Das kriegen wir weg bis Ende Dezember.“

Wichtig scheint dem Agenturchef, dass im Berufsberatungsjahr 2011/2012 mehr Bewerber und Arbeitgeber „das passende Gegenstück gefunden haben“. Dass von insgesamt 6175 Suchenden 13,2 Prozent die Agentur für Arbeit unterstützend beim Bewerbungsprozess hinzugezogen haben, bewertet Richter als Bestätigung gemeinsamer Bemühungen mit Arbeitgebern und Netzwerkpartnern.

Ein Plus von fünf Prozent

Das Bildungsgefälle reicht von 131 Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss bis zu 575 Absolventen der allgemeinen Hochschulreife. Swen Binner, Geschäftsführer für Ausbildungsfragen bei der Industrie- und Handelskammer, erkennt „sehr deutliche Unterschiede“ zwischen der Stadt Bielefeld mit 1674 Ausbildungsverträgen (minus 4,2 Prozent) und dem Kreis Gütersloh mit 1880 Verträgen (plus 5 Prozent): „Das beste Ergebnis in Ostwestfalen.“

Im Kreis Gütersloh liegt im gewerblichen Bereich der IHK die Metalltechnik mit 330 neuen Verträgen (plus 5,4 Prozent) vorn. Es folgt die Elektrotechnik mit 146 (plus 18,7 Prozent), davon 75 Fachinformatiker (plus 38,5 Prozent). Der Handel bestimmt kreisweit die Zahlen bei den kaufmännischen Berufen mit 406 versorgten Bewerbern (plus 10,3 Prozent). Der IHK-Geschäftsführer: „Das ist ganz enorm nach 6,9 Prozent plus bereits für 2010/2011.“

Die Banker haben sich eingependelt, Versicherungskaufleute Luft nach oben. Geschäftsführer Elmar Barella von der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe: „Das Rennen ist noch lange nicht gelaufen. Täglich gehen Lehrverträge bei uns ein.“

Bis zum 31. Dezember will er auf 4500 Abschlüsse kommen, 3912 waren es am 30. September, davon im Kreis Gütersloh 717 (minus 5,4 Prozent). Höchststände im Dreijahresvergleich erreichen Bäcker, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Fleischerei-Fachverkäuferinnen, Fein- und Kfz-Mechaniker.

Realschüler, die sich zu einem weiteren Schulbesuch Richtung Abitur entscheiden, weist Barella auf die Möglichkeit hin, an den Berufskollegs parallel zur dualen Berufsausbildung sich in Zusatzlehrgängen auf das Fachabitur vorzubereiten.

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