Kreishaus-Neubau wird größer und teurer
Dieses Modell des Erweiterungsgebäudes (rechts) belegte beim Wettbewerb den ersten Platz.

Mehr Fläche heißt aber auch höhere Kosten. Bislang waren sie auf 22 bis 28 Millionen Euro geschätzt worden. Wie teuer der Neubau nun tatsächlich wird, sei erst nach Abschluss der vertieften Kostenschätzung zu benennen, heißt es in der entsprechenden Vorlage.

Wie berichtet, hatte der Kreis im Oktober 2018 vorsorglich ein Raumprogramm für das neue Verwaltungsgebäude beschlossen – reine Nutzungsflächen, noch unabhängig von jedweder Architekturplanung. Auch die Verkehrs- und und Konstruktionsflächen waren lediglich mit prozentualen Zuschlagwerten berücksichtigt worden. Damals ging man noch von einer notwendigen Fläche von 8600 Quadratmetern aus. Im Rahmen des durchgeführten Architektenwettbewerbs, aus dem der Entwurf des Bielefelder Architektenbüros Brüchner Hüttemann Pasch im Dezember 2019 als Sieger hervorging, war dann bereits von 8900 Quadratmetern die Rede.

So sehr das Preisgericht den Gesamtentwurf auch lobte, wurde von ihm schon damals die Flursituation als zu beengt bewertet und eine entsprechende Ausweitung empfohlen. Und in Abstimmung mit den künftigen Nutzern sollte auch die Raumplanung im einzelnen noch einmal überdacht werden.

Insgesamt sollen 275 Arbeitsplätze in dem zweiteiligen Verwaltungsbau mit je drei Geschossen entstehen. Einziehen werden dort die bislang auf fünf Standorte in der Stadt verteilten Mitarbeiter des Jobcenters sowie die Abteilung Jugend. Deren Archiv soll im Untergeschoss unterkommen, weil dessen Rollregalanlage aufgrund der Statik nicht im Erd- oder Obergeschoss untergebracht werden kann. Eine Umwandlung in Büroflächen ist für diesen Bereich daher ausgeschlossen.

Der jetzt dem Kreisausschuss für die Sitzung am 1. April vorliegende Mehrbedarf setzt sich wie folgt zusammen: 575 Quadratmeter durch die Raumoptimierung bei den Drei-Personen-Büros, weitere Duschen sowie Räumlichkeiten für Technik und Revision; 810 Quadratmeter für sogenannte Konstruktionsflächen (Fassadenkonstruktion, Schachtflächen, Lüftung); hinzu kommen 185 Quadratmeter zur Verbreiterung der Flure und für einen erhöhten Raumbedarf für Verkehrs- und Technikflächen.

SOCIAL BOOKMARKS