Kriegsopfer nicht vergessen
Gedenken an die Kriegs-Opfer: Am Sonntag wurden an Ehrenmalen, wie hier von Alfons Westerwalbesloh (links) und Manfred Berenbrinker, Kränze niedergelegt.

Den Baum gibt es noch. Die meisten Männer, die sich dort verewigt haben, seien niemals mehr nach Hause zurückgekehrt, erklärte Joachim. Gestern gedachten die Mitglieder der Schützenbruderschaft St. Michael Liemke am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft mit einer Kranzniederlegung. Weil der Regen einer Zeremonie draußen am Ehrenmal einen Strich durch die Rechnung machte, wurde die Gedenkfeier nach dem Gottesdienst in die St.-Joseph-Kirche verlegt.

Fortbestehen einer Tradition

Pastor Dietmar Walter dankte der Schützenbruderschaft, dass sie das Fortbestehen der alten Tradition, die gegen das Vergessen arbeite, ermögliche. Musikalisch begleitet wurde das Gedenken wie jedes Jahr vom Städtischen Blasorchester unter der Leitung von Robert Bob Smith. „Krieg ist sinnlos“, sagte der Oberst und gedachte in seiner Ansprache der vielen Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Auch viele Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs dürfe man das Leid der Menschen nicht einfach verdrängen, mahnte er.

Kranzniederlegung an den Ehrenmalen

Eine kleine Abordnung der Schützenbruderschaft mit Brudermeister Michael Biedermann, Oberst Johannes Joachim, Alfons Westerwalbesloh und Manfred Berenbrinker brachte den Kranz zum Ehrenmal und legte ihn dort nieder. In Schloß Holte-Stukenbrock wurde am Sonntag auch an weiteren Orten der Kriegsopfer gedacht. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl legte auf dem Ehrenfriedhof für sowjetische Kriegstote in Schloß Holte-Stukenbrock einen Kranz nieder. Auch an den Ehrenmalen in Schloß Holte und Stukenbrock wurden Kränze niedergelegt. Bereits am Samstag hatte die Schützenbruderschaft St. Achatius zur Gedenkfeier in die Senner Pfarrkirche eingeladen.

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