Kritischer Blick auf Gesetzesänderungen
Bild: Bitter
Feierstunde zum 50-Jährigen der Interessengemeinschaft der Angler des Kreises: (v. l.) der Vorsitzende Karl Berg mit dem Vizepräsidenten des Landesfischereiverbands, Hermann Dabrock.
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 Er berichtete im Spexarder Bauernhaus von einer Kommission, die mit Blick auf Stellungnahmen an das Umweltministerium geplante Änderungen am Landeswasser- und -naturschutzgesetz untersuche. Dabei stehe das Landesfischereigesetz auf dem Prüfstand. Dabrock: „Wo Schutz der Natur geboten ist, sind wir dabei; aber nicht, wenn er übertrieben wird.“

 Gerade in dieser Situation hielt Landesgeschäftsführer Dr. Michael Möhlenkamp eine „kopfstarke Gemeinschaft“ für notwendig, die sich der „Ideologisierung der Landschaft“ entgegenstelle. Er ließ keinen Zweifel aufkommen, dass die Fangmenge der Flussfische nicht nur durch den Kormoran zurückgehe, sondern auch durch Umweltgifte. Dr. Möhlenkamp: „Wenn wir den Fisch nicht mehr essen dürfen, entfällt der Reiz des Angelns.“

Angler-Interessengemeinschaft wichtiger Partner

Dr. Wolfgang Schwentker, Abteilungsleiter Gesundheit und Ordnung beim Kreis Gütersloh, nennt die Interessengemeinschaft mit knapp 3700 Mitgliedern in 17 Vereinen einen wichtigen Verhandlungspartner. Er sieht den Druck auf stille und auf fließende Gewässer immer größer werden – durch dichtere Besiedlung und Freizeitnutzung. Den Anglern dagegen sei an Ruhezonen für die Gewässerfauna und einheitlichen Regeln für die Ufernutzung gelegen. Schwentker zeigte sich zufrieden mit der Einführung ehrenamtlicher Fischereiaufseher und der steigenden Zahl der Fischereiprüfungen als wichtige Sachkundenachweise.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Ralf Reckmeyer, sieht die Angler an seiner Seite im Kampf gegen ein ökologisches Jagdgesetz, das seiner Meinung nach ein ideologisches ist. Reckmeyer forderte einen Konsens unter den traditionellen Naturnutzern wie Landwirte, Waldbauern, Jäger, Fischer und Imker. Ihnen falle die Aufgabe zu, die Natur – soweit noch vorhanden – an die nachwachsende Generation heranzutragen, sagte der Vertreter von 2000 Jägern im Kreis Gütersloh.

 

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