Kultursekretariat schreibt Brandbrief
Andreas Kimpel, Vorsitzender des in Gütersloh ansässigen Kultursekretariats NRW, wendet sich um den Erhalt der Kultur an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Zukunft vieler Kulturschaffender sei in Folge des Lockdowns mehr als unsicher, Existenzen seien bedroht. Deshalb wenden sich die Kultursekretariate als Institutionen der kommunalen Kulturförderung und Kulturpolitik mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin.

Darin fordern sie, die gefährdete Kulturlandschaft zu schützen und langfristig zu erhalten. Im Namen der rund 100 Mitgliedsstädte werden sieben Denkanstöße für die kulturpolitische Weichenstellung genannt. Allen voran fordern sie Bund, Länder und Kommunen dazu auf, einen nachhaltigen Rettungsschirm über die Kultur zu spannen, der gewährleistet, dass die in 2020 etablierten Hilfsmaßnahmen über die nächsten fünf Jahre für den Erhalt der kulturellen Infrastruktur fortgesetzt werden. Ebenso wichtig sei eine differenzierte Vorgehensweise bei der Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen.

 Weitere Aspekte betreffen die Stärkung von außerschulischen Bildungsangeboten, die Förderung neuer spartenübergreifender Kulturformate und die gezielte Nutzung der Potenziale, die die Kultur für die Innenstadtentwicklung eröffnet. Die ineinandergreifenden Hilfsprogramme, die von Bund und Ländern bislang unbürokratisch aufgelegt wurden, seien für die Kultur eine beachtliche Unterstützung, lobt der Vorsitzende des Kultursekretariats Gütersloh Andreas Kimpel. Es sei aber zu befürchten, dass im Zuge künftiger Konsolidierungsmaßnahmen der Verteilungskampf um Fördermittel zu Ungunsten für die Kultur ausgehe und diese Sparzwängen zum Opfer fallen werde. Dabei sei Kultur ein entscheidendes Element unserer Demokratie und damit in besonderer Weise schützenswert.

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