LWL gibt 118 Millionen Euro im Kreis aus
Bild: Neitemeier
Mit sehr viel Geld unterstützt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe Jahr für Jahr im Kreis Gütersloh unter anderem die Arbeit des Wertkreises Gütersloh. Auch in die neue, fast fertige Behinderten-Wohnstätte samt angeschlossener Tagesbetreuung an der Straße Unter den Ulmen in Gütersloh sind viele Fördermittel geflossen.
Bild: Neitemeier

Rund 67,2 Millionen Euro flossen in diese sozialen Aufgaben, beispielsweise an die Einrichtungen des Wertkreises. In der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe wird der Kreis Gütersloh vertreten durch Helmut Kaltefleiter und Arnold Weßling von der CDU, Ursula Ecks von der SPD und Birgit Niemann-Hollatz von den Grünen. Als Mitgliedsbeitrag hat der Kreis Gütersloh im vorigen Jahr selbst 65,5 Millionen Euro an den Kommunalverband überwiesen, so dass er rein rechnerisch unterm Strich ein klares Plus gemacht hat.

„Mit dem Geld finanziert der LWL die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen“, heißt es in einer Mitteilung der Abgeordneten. Auch angesichts der weiter steigenden Zahl gehandicapter Menschen solle das ambulante betreute Wohnen noch stärker als Alternative neben den Wohnheimen gefördert werden.

Behinderte, Pflegebedürftige und Kinder im Vordergrund

Der LWL unterstützte im vergangenen Jahr 915 Menschen im Kreis Gütersloh, die allein oder zu mehreren in eigenen vier Wänden leben. 2010 standen „nur“ 831 Menschen auf dieser Liste. 2011 bezahlte der LWL im Kreis Gütersloh 691 Wohnheimplätze, einen weniger als im Jahr zuvor.

Darüber hinaus finanzierte der Kommunalverband 1345 (2010: 1324) Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das LWL-Integrationsamt gab zudem rund 1,7 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe aus, um Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz umzugestalten oder zu erhalten. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

737 Mitarbeiter in verschiedenen Einrichtungen

Rund 5,1 Millionen Euro zahlte das LWL-Versorgungsamt für Entschädigungsleistungen, darunter an 802 Kriegsopfer und Hinterbliebene. Im Kreis Gütersloh gingen 192 Kinder mit Behinderungen in einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 3,1 Millionen Euro zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 461 Kinder zusammen mit ihren nichtbehinderten Altersgenossen einen von 138 Regel-Kindergärten besuchen konnten. Der Kommunalverband beschäftigt der Mitteilung zufolge im Kreis Gütersloh 737 Mitarbeiter, zum Beispiel in der LWL-Klinik Gütersloh oder in den Außenstellen der LWL-Klinik Hamm in Rheda-Wiedenbrück.

SOCIAL BOOKMARKS