Landesdirektor bringt Mietzuschuss mit
Bild: Neitemeier
Informationsbesuch mit Förderzusage: Landesdirektor Dr. Wolfgang Kirsch (3. v. r.) hat gestern bei seiner Wertkreis-Visite einen weiteren Bescheid für einen Mietkostenzuschuss überreicht. Unser Bild zeigt (v. l.) LWL-Abteilungsleiter Dr. Peter Hoppe, Integrationsassistentin Katja Kammeier, Jürgen Linnemann (vorn, Werkstattrat), Geschäftsführer Martin Henke, Integrationsassistent Ulrich Schlottmann, Dr. Wolfgang Kirsch, Heinrich Hermwille (Technischer Leiter) und Michaela Diesen (Leiterin Berufliche Teilhabe).
Bild: Neitemeier

Er ließ sich Arbeitsplätze zeigen sowie die Eingliederungskonzepte und -erfolge erläutern. Sein Fazit: „Der Wertkreis ist eine beispielhafte Einrichtung, mit der wir ausgezeichnet zusammenarbeiten.“

Neue Räume für Schwerstmehrfachbehinderte

Nachdem der LWL bereits vor kurzem einen neuen Mietkostenzuschuss für Werkstatträume in Rietberg bewilligt hatte (277 347 Euro), überreichte Dr. Wolfgang Kirsche am Mittwoch Wertkreis-Geschäftsführer Martin Henke eine weitere Zusage. „Das ist der erste Mietkostenförderbescheid, den der Landesdirektor selbst unterschrieben hat“, merkte Dr. Kirsch launig an.

Fünf Jahre lang beteiligt sich der LWL mit insgesamt 278 767 Euro an der Miete für den für 40 schwerstmehrfachbehinderte Menschen umgestalteten Arbeitsbereich an der Fritz-Blank-Straße in Gütersloh. Die Behinderten nehmen dort in diesen Tagen ihre Arbeit auf.

Reges Interesse an Wertkreis-Arbeitsplätzen

Im Rahmen seiner jährlichen Sommervisiten sei er nicht gekommen, um zu kontrollieren, „sondern ich möchte die Menschen sehen, für die ich und wir beim LWL arbeiten“, sagte der Landesdirektor. Beim Rundgang zeigte Dr. Kirsch besonderes Interesse an den rund 260 Teilzeit-Arbeitsangeboten für Behinderte sowie an der IT-Abteilung, die sich um nicht zustellbare Post-Rückläufer kümmert.Über Abgleiche mit Datenbanken werden dort oft die richtigen Adressen der Empfänger aufgespürt.

Drei Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt

Wie im vorigen Jahr werden auch 2013 wohl drei von rund 1400 Behinderten den Sprung vom Wertkreis in den ersten Arbeitsmarkt schaffen. Eine durchschnittliche Quote, so Integrationsassistentin Katja Kammeier. Es gebe aber auch Werkstätten ohne jegliche Integration. 15 000 Euro Prämie bekommt der Wertkreis, wenn er einen Behinderten mindestens zwei Jahre in den ersten Arbeitsmarkt integriert.

Eingliederung in die Gesellschaft geschieht auch über 75 Arbeitsplätze, die in Firmen ausgegliedert sind, über rund 25 Praktikumsplätze sowie über etwa 60 sozialversicherungspflichtige Jobs in Integrationsfirmen des Wertkreises. Er wisse, dass Integration sehr schwierig sei, sagte Dr. Kirsch, aber angesichts der bundesweit überaus hohen Werkstattdichte in Westfalen-Lippe führe daran kein Weg vorbei.

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