Landfrauen mischen sich tatkräftig ein
Bild: Poetter
Eine aktive Gemeinschaft: (v. l.) Landrat Sven-Georg Adenauer, Marianne Albrecht, Bürgermeister Klemens Keller, Claudia Langreck, Dorette Wittenbrock, Renate Große-Wietfeld, Jutta Kätzler, Beate Hanfgarn und Karoline Mensing.
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 „Saßen Sie auch als Kind im Auto ohne Kindersitz und Sicher-heitsgurt?“, fragte Renate Große-Wietfeld Landrat Sven-Georg Adenauer und Bürgermeister Klemens Keller, um sich gleich an die ehemaligen Vorsitzenden des Landfrauenverbands zu wenden: „Seid ihr in eurer Kindheit auf dem Fahrrad jemals mit einem Helm gefahren?“ Während die Langenbergerin die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung mit Beispielen garnierte, beleuchtete ihre Kollegin aus Halle die Veränderungen im Landfrauenverband.

Mit dem Kochen, Gärtnern und dem Reinigen von Wäsche seien die Themenschwerpunkte von einst doch sehr unterschiedlich zu dem, was die Aktiven in den Kreis- und Ortsverbänden heute bewege, so Marianne Albrecht. „Nur ein Drittel der Frauen im Verband sind Bäuerinnen“, sagte sie. Die Mehrheit der Mitglieder rekrutiere sich aus unterschiedlichen Berufen. Der Landfrauenverband sei heute ein großer leistungsstarker Bildungsträger im ländlichen Raum, der gesellschaftliche und soziale Entwicklungen mit einem vielfältigen Angebot aufgreife und dabei versuche, jungen Menschen ein realistisches Bild von der Landwirtschaft und deren Produkten zu vermitteln. Ein Verband, bei dem es nicht nur um Informationen, sondern auch um Gemeinsinn gehe. Kurz: eine Gemeinschaft, in der sich tatkräftige Frauen einmischen und etwas bewirken.

„Aktionen gut im Griff“

Das sah auch Borgholzhausens Bürgermeister so: „Sie sind die stärkste Seite der bäuerlichen Familie“, erklärte Keller in seinem Grußwort. „Sie haben ihre Aktionen gut im Griff“, lobte auch der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Kreisverbands, Arnold Wessling. „Da genügt ein Blick in den Saal auf die rund 300 Landfrauen, die trotz des schönen Wetters ins Haus Hagemeyer gekommen sind.“

Tradition beim Landfrauentag hat das Sammeln einer Spende zugunsten einer karitativen Einrichtung im Kreisgebiet. In diesem Jahr darf sich die Einrichtung Bethel regional, die in Halle eine Wohngruppe für derzeit acht Jugendliche in Krisensituationen unterhält, über 994 Euro freuen. Verwendet werden soll das Geld für den Kauf von Schlitten.

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