Landräte machen den Weg für TWE frei
In einem historischen Eisenbahnwagon unterzeichneten die drei Landräte die Vereinbarung zur Unterstützung der Reaktivierung der Teutoburger Wald-Eisenbahn: (v. l.) Sven-Georg Adenauer (Kreis Gütersloh), Dr. Klaus Effing (Kreis Steinfurt) und Dr. Michael Lübbersmann (Landkreis Osnabrück).

Die Landräte Sven-Georg Adenauer (Kreis Gütersloh), Klaus Effing (Kreis Steinfurt) und Michael Lübbersmann (Landkreis Osnabrück) sagten jetzt eine finanzielle Unterstützung des Unternehmens Lappwaldbahn von bis zu 450 000 Euro zu. In einem historischen Eisenbahnwagen im Bahnhof von Bad Iburg unterzeichneten sie die Vereinbarung.

Die Firma Lappwaldbahn Service saniert in mehreren Bauabschnitten den nördlichen Abschnitt der Teutoburger Wald-Eisenbahn von Versmold bis Ibbenbüren. Gegenwärtig läuft die Wiederherrichtung des Abschnitts zwischen Versmold und Bad Iburg.

Für die finanzielle Unterstützung sind noch Haushaltsbeschlüsse in den Kreisen Gütersloh und Osnabrück erforderlich. Die Politik hatte aber in der Vergangenheit bereits Zustimmung signalisiert.

Der Kreis Gütersloh setzt sich seit Jahren für den Erhalt der Strecke auf seinem Kreisgebiet ein. So soll die Teilstrecke zwischen Harsewinkel über Gütersloh nach Verl wieder für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) betrieben werden („Die Glocke“ berichtete).

„Nachdem sich jetzt die mögliche SPNV-Reaktivierung auf dem südlichen Streckenabschnitt abzeichnet, bekommen die Aktivitäten der Lappwaldbahn noch größere Bedeutung“, betonte Adenauer.

„Der Erhalt der Gesamtstrecke ist für unseren wirtschaftsstarken Kreis so wichtig, dass wir trotz des kleinen Streckenanteils auch ein Drittel der Kosten übernehmen.“ Auch die Kreise Steinfurt und Osnabrück werden jeweils bis zu 150 000 Euro beisteuern.

Lappwaldbahn Service beabsichtigt als Infrastruktur-Betreiberin, bis 2023 die durch die Landkreise Steinfurt, Osnabrück und Gütersloh führende Nebenbahn durchgehend für den Güterverkehr wiederherzustellen. Unter der Regie des früheren Eigentümers war der Streckenzustand immer schlechter geworden, so dass die Strecke mehrere Jahre lang gesperrt war.

Der erste Bauabschnitt Ibbenbüren-Brochterbeck-Hafen-Dörenthe war im August 2018 fertiggestellt worden. Für den aktuellen zweiten Bauabschnitt wurden die ersten Arbeiten im Dezember des vergangenen Jahres eingeleitet. Die Investitionskosten für den ersten Bauabschnitt lagen bei etwa 3,5 Millionen, die für den jetzt vorgesehenen Bauabschnitt bei 4,3 Millionen Euro.

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