Landrat besucht Flüchtlings-Zeltstadt
Landrat Sven-Georg Adenauer (2. v. r.) besuchte die Notunterkunft in Schloß Holte-Stukenbrock. Begleitet wurde er von (v. l.) Agnes Wehmeier (Gesundheitsingenieurin), Peter Vogt (Gesundheitsaufseher beide Kreis Gütersloh), Mohamed Ouhib (Bezirksregierung Detmold) und Stefan Piotrowski (EHC).

 Auch Mitarbeiter des Kreises Gütersloh sind im Einsatz. Landrat Adenauer informierte sich über die örtlichen Gegebenheiten und Arbeitsabläufe auf dem drei Hektar großen Gelände. „In kurzer Zeit hat die Bezirksregierung hier etwas Enormes auf die Beine gestellt“, merkte er an. Innerhalb von drei Wochen war die Notunterkunft in einer konzertierten Aktion sondergleichen aus dem Boden gestampft worden. Es sei wichtig, den Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können, in der sie gesundheitlich untersucht werden, zur Registrierung kommen und dann auf ihre zukünftige Bleibe warten können, so Adenauer.

Außer den Wohn- und Schlafzelten gibt es ein Zelt mit Essensausgabe, ein Spielzelt für Kinder, verschiedene Container für Verwaltungsangelegenheiten, Hygiene und den Sicherheitsdienst. „Alle Flüchtlinge die hier sind, sind sehr dankbar“, erklärte Stefan Piotrowski vom EHC. Vier Verwaltungsfachkräfte des Kreises haben zurzeit ihr Büro in einem Container auf dem Unterkunftsgelände. Sie kümmern sich zum Beispiel um die Ersterfassung aller Neuankommenden, organisieren die Fahrten zur Registrierungsstelle und erarbeiten Pläne für Arztbesuche oder Röntgentermine. „Wir mussten hier erstmal alles neu einrichten. Funktionierende Strukturen gab es ja nicht“, berichtet Kreismitarbeiter Manuel Bünte. „Learning by Doing war angesagt.“

 Im „normalen“ Arbeitsleben ist er für Jagdwesen und Fischerei zuständig. Auf die nötige Hygiene in der Unterkunft achtet Peter Vogt, Gesundheitsaufseher beim Kreis Gütersloh. In Begleitung von Landrat Adenauer kontrollierte er das Sanitäts- und Quarantänezelt. Letzteres ist besonders wichtig, um die Ausbreitung ansteckender Krankheiten zu verhindern.

Auch Mitarbeiter der Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst des Kreises sind vor Ort. Sie kümmern sich vor allem um Kinder und Jugendliche, die ohne Familie gereist sind oder die aufgrund von Krankheiten der Eltern zeitweise nicht versorgt werden können. Ebenso kümmern sie sich um Kinder, die während der Flucht von ihren Familien getrennt wurden und versuchen, Familien wieder zusammen zu führen.

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