Landrat fordert flexiblere Impfstrategie
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Impfzentrum Gütersloh: Laut Landrat Sven-Georg Adenauer behindert „der bürokratische Aufwand zur Umsetzung der ständig komplizierter und detaillierter werdenden Priorisierungsregeln den Impffortschritt“.
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Das Schreiben ging an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.Um einen großen Schritt nach vorn machen zu können, müsse man vor Ort im Kreis Gütersloh flexibler handeln können. 

Hoher Aufklärungs- und Nachfragebedarf

„Der bürokratische Aufwand zur Umsetzung der ständig komplizierter und detaillierter werdenden Priorisierungsregeln behindert den Impffortschritt“, sagt Adenauer. Der Aufklärungs- und Nachfragebedarf bei den Betroffenen sei über Hotlines, E-Mails und Kanäle der sozialen Medien kaum noch zu bewältigen. 

Adenauer: „Die Menschen verstehen es einfach nicht mehr, und ich kann es ihnen nicht verdenken.“ Der Landrat regt auch an, größere Cluster bei den älteren Jahrgängen zu bilden, die zuletzt per Brief immer nur im Doppeljahrgang aufgefordert worden seien, sich über die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) einen Termin zu holen. 

Sonderaktionen, um Impfstoff an den Bürger zu bringen

Einige Jahrgänge buchten jedoch nur unzureichend, so dass der Landrat sogar per Videobotschaft zur Terminbuchung aufforderte, um der Sache Schub zu verleihen. Zudem müsse das Impfzentrum unter hohem organisatorischen Aufwand und unter hoher Belastung aller Mitarbeiter immer wieder Sonderaktionen durchführen, um am Ende des Tages keinen Impfstoff übrig zu haben. 

Unternehmen beim Impfen einbinden

Ein weiterer Punkt liegt dem Landrat laut Mitteilung am Herzen: Nach den Impfzentren und den niedergelassenen Ärzten sollten schnellstmöglich auch die großen Unternehmen in die Impfkampagne einbezogen werden. Deren Betriebs- beziehungsweise Hausärzte, die unterstützen, stünden bereit, begründet Adenauer diesen Wunsch gegenüber Laumann.

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