Landwirte fahren normale Ernte ein
Archivbild: Neitemeier
Die herausragende Ackerfrucht war in diesem Jahr die Gerste. Insgesamt spricht der Landwirtschaftliche Kreisverband von einer normalen Ernte.
Archivbild: Neitemeier

Wettermäßig und ackerbaulich sei 2015 ein interessantes Jahr mit Überraschungen gewesen. „Wenig zufriedenstellend“ ist Westermeyer zufolge die Preissituation. Die Landwirte litten in nahezu allen Bereichen unter „niederschmetternden Preisen“.

Nach einem milden Winter, einem zu kalten und trockenen Frühjahr sowie einem Frühsommer und späteren Hitzeperioden hätten viele Landwirte aufgrund der starken Trockenheit mit schlechten Ernteergebnissen gerechnet. Sie seien aber positiv überrascht worden. „Wir haben Glück gehabt und sind mit einem blauen Auge davongekommen“, resümiert der Vorsitzende.

Regenfälle behindern Ernte

Die Erträge von Getreide und Raps sind in diesem Jahr regional sehr unterschiedlich. Je nach Bodengüte haben die Pflanzen nach Angaben des Verbands die Frühjahrstrockenheit unterschiedlich überstanden. „Doch auf den leichteren Standorten sind die Ergebnisse erstaunlicherweise besser ausgefallen als erwartet“, berichtet Westermeyer. Die Landwirte konnten ihre sommerlichen Erntearbeiten aufgrund des weitgehend guten Wetters deutlich entspannter verrichten als im Jahr zuvor. Allerdings hätten Regenfälle immer wieder zu Unterbrechungen geführt, vor allem zum Ende der Ernte.

„Die Gerste ist in diesem Jahr die herausragende Ackerfrucht gewesen mit teilweise sogar sehr guten Erträgen“, berichtet Westermeyer. Die Trockenheit habe ihr nichts mehr anhaben können. Ähnlich sehe es beim Roggen, dem Futtergetreide Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) und dem Hafer aus: Auch diese Halmfrüchte schnitten ganz ordentlich ab. Westermeyer: „Sie haben die Vorsommertrockenheit ebenfalls gut bewältigen können.“ Der Weizen sei hingegen unterdurchschnittlich ausgefallen – mit erheblichen Spannbreiten je nach Region.

Enttäuschende Rapsernte

Enttäuschend war für Westermeyer die Rapsernte angesichts deutlicher Mindererträge. Gründe: Im Herbst gab es wegen der Nässe schwierige Aussaatbedingungen. Nach vielfach schlechtem Feldaufgang habe sogar vereinzelt neu ausgesät werden müssen. Nach guter Entwicklung im Winter habe der Raps später unter der Trockenheit gelitten.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 8. Oktober.

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