Landwirte wollen zum 1. Juli einziehen
Bild: Neitemeier
Angesichts des regnerischen Wetters ruhen derzeit zwar die Klinkerarbeiten am Neubau (im Bild die Rückseite) des Landwirtschaftlichen Kreisverbands und der Buchstelle an der Herzebrocker Straße in Gütersloh. Die Installationsarbeiten im Innern laufen aber ungehindert weiter. Insgesamt liegt das Vorhaben „sehr gut im Zeitplan“, sagte Kreisvorsitzender Andreas Westermeyer.
Bild: Neitemeier

Wie berichtet, gibt der Kreisverband seine beiden Geschäftsstellen im Haus des Bauern in Rheda-Wiedenbrück und in Halle-Hörste auf und konzentriert seine Arbeit im neuen Verwaltungsgebäude auf dem früheren Hallenbad-Gelände an der Herzebrocker Straße in Gütersloh. Auch die Landwirtschaftliche Buchstelle als Hauptinvestor wird dort ihren Sitz haben.

Neubau in Gütersloh sehr gut im Zeitplan

Der Neubau hat den Kreisverband im vorigen Jahr besonders gefordert, wie Westermeyer am Mittwoch im A-2-Forum in Rheda-Wiedenbrück beim Rückblick zusammen mit Kreisgeschäftsführer Wilhelm Fiegenbaum darlegte. Der Gütersloher Verband ist nach wie vor der sechstgrößte in Westfalen-Lippe – trotz eines im Vergleich zu früheren Jahren stärkeren Mitgliederrückgangs. Ende 2016 gehörten dem Verband insgesamt 2781 Bauern an, 58 weniger als ein Jahr zuvor (minus 2,04 Prozent). 68 Austritten und Sterbefällen standen zehn Neuaufnahmen gegenüber.

6000 Gäste beim Hoftag

Vom gut besuchten Winterfest bis zum mit 6000 Gästen sehr gut angenommen Tag des offenen Hofes bei Gerling in Bokel reichte der Veranstaltungsreigen im vorigen Jahr. Hinzu kamen die Infoveranstaltung zum Thema Abwasserpilz und die intensive Ausschussarbeit mit vielschichtigen Themen.

Sehr gefragt waren die Mitarbeiter der Geschäftsstellen in Sachen Sozial-, Bau- und Erbrecht sowie bei vielen weiteren juristischen Themenstellungen. Beschäftigt haben die Landwirte zudem unter anderem die Höchstspannungsleitung von Gütersloh bis zur niedersächsischen Landesgrenze, Windkraftzonen in Harsewinkel und der Erhalt von Reitrundwegen im Bereich der Glenne in Langenberg.

„Man glaubt uns einfach nicht“

Zu Beginn des Verbandstags („Die Glocke“ berichtete) hatte sich Westermeyer grundsätzlich mit der Lage der Landwirtschaft auseinandergesetzt, die derzeit in einem Dilemma stecke, das das Wort „postfaktisch“ gut beschreibe. „Wir belegen viele Dinge mit Zahlen und Fakten, nur man will das nicht hören oder glaubt uns einfach nicht.“ Die landwirtschaftlichen Produkte seien trotz anderer Aussagen aber so gut und sicher, „dass mittlerweile von der Umverpackung ein größeres Risiko ausgeht als von dem Inhalt“, so Westermeyer. 

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