Lernen abseits der üblichen Pfade
Bild: Harmeling
Zu den begeisterten Raketenbaumeistern gehörten die Schüler Frederic (links) und Dilschad (beide 11).
Bild: Harmeling

Insgesamt haben die Schüler des Gymnasiums 50 Projekte auf die Beine gestellt, die bis zu den Sommerferien präsentiert werden. Gearbeitet wurde in altersgemischten Gruppen.

„Die Schüler können in ihren Projekten auch einmal über den Tellerrand hinausblicken“, freute sich Schulleiterin Marion Blome. Gewöhnlich wurden die Ergebnisse von Projekten am Schloß Holte-Stukenbrocker Gymnasium bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

Dass sich die Schule dafür an mehreren Tagen Zeit nimmt, ist neu. „Durch die Dezentralisierung bekommen nun alle von allen etwas mit, und die Kinder wissen ihre Mitschüler besser zu würdigen“, sagte Blome.

Am Montagabend ging es beispielsweise um das Projekt „Generación“ in Lima, das mit Straßenkinder arbeitet. Die Gymnasiasten stellten in der Präsentation „Planet Slum“ die dort aktive Hilfsorganisation vor und berichteten von ihren Kontakten zur Leiterin in Peru. Im gemeinsamen Arbeiten hätten die Schüler jeweils etwas Neues auf die Beine gestellt und sich über den Unterricht hinaus engagiert, lobte Schulleiterin Blome.

Weiter konnten die Besucher unter anderem selbst gemachten Hörspielen lauschen und sich die noch junge Sportart „Freerunning“ anschauen. Eine Schüler-Sambagruppe sorgte für stimmungsvolle Musik.

Das außergewöhnlichste Projekt war der Raketenbau unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Erhard Seifert. Die Starts der selbst gebastelten Raketen am Sportpark gegenüber der Schule eröffneten den Abend. „Ich bin zu Zeiten von Raketenstarts und Expeditionen groß geworden. Seit ich die Mondlandung live im Fernsehen erlebt habe, wollte ich Astronaut werden“, beschrieb Seifert seine Begeisterung für die Raumfahrt.

Er freute sich, dass die Gruppe von Schülern, darunter ein Mädchen, seine Leidenschaft teilt: „Wir haben altes Filmmaterial angeschaut und uns mit der Funktion von Raketen beschäftigt.“

Die Freude am Basteln sah man den liebevoll gestalteten Raketen an. Bis zu 300 Meter hoch fliegen sie – wenn sie denn zünden. Denn es gab am Montagabend auch mehrere Fehlstarts. Der guten Stimmung taten sie aber keinen Abbruch.

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