Lettischer Orden für Franz-Josef Balke
Bild: Neitemeier
Einige herzliche Begegnungen hat es schon zwischen dem lettischen Staatspräsidenten Andris Berzins und Franz-Josef Balke gegeben, wie das Bild in den Händen des Verlers zeigt. Jetzt hat Berzins den 74-jährigen Deutschen in Riga mit dem lettischen Verdienstkreuz ausgezeichnet.
Bild: Neitemeier

Und das aus der Hand des Staatspräsidenten Andris Berzins. Lettland würdigte damit Balkes Engagement in der Kreis-Partnerschaft Valmiera-Gütersloh. Auch wenn er im offiziellen Teil der Feier selbst nicht das Wort ergriff, der Staatspräsident wusste genau, wen er da vor sich hatte. 

Seit 1992 in der Partnerschaft aktiv

Schließlich hatte Berzins selbst 1992 als erster lettischer Landrat beim Besuch im Kreis Gütersloh im Gespräch unter anderem mit dem damaligen Landrat Franz-Josef Balke (CDU) die Weichen für die später vielfach als vorbildlich und wegweisend bezeichnete Partnerschaft gestellt. Erst beim Glas Wein nach der Ordensverleihung, so berichtet Balke, habe der Staatspräsident direkt mit ihm gesprochen und gesagt: „Heute ist geschehen, was schon längst hätte geschehen müssen.“

Mit dem reich verzierten vierzackigen Orden mit Emaille-Elementen hat der lettische Staat jene Verdienste Balkes um die Partnerschaft zwischen den Kreisen Valmiera und Gütersloh gewürdigt, die bei der Zeremonie im Schwarzhäupterhaus offiziell nur kurz von der Protokollchefin dargelegt wurden. „Auf lettisch, ohne Übersetzung. Aber dem Grunde nach haben wir es verstanden“, berichtet der Verler, der mit seiner Frau Ida, Tochter Friederike sowie den Ehepaaren Daniel (Mastholte) und Feldmann (Rheda-Wiedenbrück) nach Lettland gereist war.

Feierstunde in Riga

Auch 40 Letten nahmen an der Zeremonie teil – Bürgermeister, Freunde und Weggefährten, deren Namen mit vielen Projekten verknüpft sind. Balke selbst erinnerte in seinen Dankesworten an seinen Einsatz für die berufliche Bildung in Lettland und die Einrichtung des Berufsbildungszentrums. „Dass Lettland das deutsche duale Ausbildungssystem übernehmen will, geht auch auf unsere Partnerschaft zurück und freut mich riesig“, sagte der Ex-Landtagsabgeordnete der „Glocke“.

 Besonders am Herzen gelegen haben dem Verler, der in 21 Jahren 28 mal in Valmiera war, die Förderung der deutschen Sprache, weswegen er eine Schulbibliothek einrichtete, und der Aufbau vielfältiger (land)wirtschaftlicher Kontakte. Kümmel aus Lettland gegen harte D-Mark – an das erste Projekt mit Kruse-Saaten aus Spenge denkt Balke ebenso gern zurück wie an das Engagement der Unternehmer Grauthoff (Mastholte) und Frankenfeld (Verl).

Mehr dazu lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 10. September.

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