Letzte Gelegenheit für aufgegebene Höfe
Über die Nutzungsänderungen für alte Hofstellen informieren Kreis und Landwirte am Mittwoch, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr im Alten Bauernhaus in Marienfeld.

Im Kreisverband Gütersloh des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands ist man besorgt, dass den betroffenen Bauern diese Situation nicht genügend bekannt ist und möchte deren Bewusstsein dafür schärfen. Daher lädt der Verband für Mittwoch, 29. Oktober, 19.30 Uhr, ins Alte Bauernhaus in Marienfeld ein.

Informationsabend am 29. Oktober

Bernhard Bußwinkel, der Leitende Kreisbaudirektor vom Kreis Gütersloh, informiert und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Kaum einem ehemaligen Landwirt dürfte dem Kreis zufolge der Bestandsschutz nach dem Grundgesetz bekannt sein, wodurch die Existenz der Gebäude nicht auch zum beliebigen Benutzen berechtigt. Nur der Gesetzgeber könne andere Nutzungen gestatten.

Der Erhalt des Außenbereichs als von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft sei stets ein Anliegen des Baugesetzbuchs gewesen. Es habe nicht nur Neubauten, sondern auch Nutzungsänderungen außerhalb der Landwirtschaft begrenzt. 1998, so der Kreis weiter, habe der Bundesgesetzgeber den Strukturwandel in der Landwirtschaft dadurch stärken wollen, dass nun weit mehr Nutzungen als früher innerhalb eines engen Zeitraumes von sieben Jahren nach Aufgabe der Landwirtschaft zulässig wurden.

Eile ist geboten

Mit der Aussetzung der Sieben-Jahresfrist (2004/2005) wurde dem Kreis und den Landwirten zufolge ein wichtiger Impuls gesetzt, dass die brachliegenden ehemaligen Hofstellen durch die Erlaubnis zur Umnutzung mit neuem Leben gefüllt werden. Wenn sich die Eigentümer zu spät nach anderen Nutzungsmöglichkeiten umsähen, drohten Leerstand und Verfall. Eigentümern eines entsprechenden Objektes wird geraten, sich umgehend an die zuständige Bauaufsicht zu wenden.

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