Letztes Friedensangebot in Sachen A33
Kampf um den Ausbau der A33: Naturschützer haben einen Forderungskatalog aufgestellt.

Damit wolle man dem Land und der Verfahrensleitung in Detmold eine peinliche Schlappe vor Gericht ersparen, sagte Sprecher Karsten Otte aus Hiddenhausen.

Ersatz für zugesagte Ausgleichsmaßnahmen

Die Bezirkskonferenz, in OWL Dachorganisation zahlreicher Umweltverbände, hatte die Klage angekündigt, weil die frühere schwarz-gelbe Landesregierung den Naturausgleich für den A 33-Lückenschluss zwischen Halle und Borgholzhausen drastisch gekürzt hatte. Dafür fordern die Umweltschützer einer Mitteilung zufolge Ersatz - und mehr als das.

Dem offenen Brief an die drei zuständigen Düsseldorfer Minister für Verkehr, Umwelt und Inneres liegt ein Katalog von Bedingungen bei. Er fußt im Wesentlichen auf dem bereits 2004 ausgehandelten Kompromiss zur A 33. Ergänzend seien, so die Naturschützer, neuere Erkenntnisse beim Artenschutz wie beispielsweise die Vorkommen der Bechstein-Fledermaus eingearbeitet.

Gefordert werden unter anderem mehr Aufforstungen und Anpflanzungen, zusätzliche und größere Grünbrücken, breite Bachunterführungen sowie höhere Seiten- und Mittelwände. Für die Bezirkskonferenz ist dieser Katalog das Minimum an Ausgleich, „der für den eigentlich gar nicht ausgleichbaren Eingriff in die Natur durch die A 33 zugesagt werden muss“. Schließlich handle die Konferenz nicht aus einer Position der Schwäche heraus, wie Otte betont: „Unsere Erfolgsaussichten bei einer Klage sind mehr als gut. Das hat uns eine Rechtsexpertise bestätigt, die auch den Ministerien vorliegt.“ Es sei daher davon auszugehen, dass Düsseldorf und Detmold vor Gericht "spektakulär Schiffbruch erleiden". Wenn Land und Bezirksregierung auf die Schnelle eine Planfeststellung durchziehen wollten, sei das „eine politische Kamikaze-Aktion“. Denn das würde die A33 nicht etwa beschleunigen, sondern weiter ausbremsen.

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