Liemke zeigt seine malerische Seite
Gelungener Start in die einwöchige Ausstellung: Die Tochter des Malers Anton Leeder, Irmgard Berenbrinker, war auch zur Eröffnung gekommen. Der Grafikdesigner Gernot Hellweg aus Liemke präsentierte nicht nur seine Werke. Er nahm mit seinen Porträtzeichnungen von Besuchern auch Geld ein, das Kindern in Liemke zugute kommt.

Für einen guten Zweck malte der in Liemke lebende Künstler Gernot Hellweg nach der Feierstunde Porträts der Besucher. Er nahm acht Euro pro Bild. Der Erlös kommt Kindern in Liemke zugute. „Mein Porträt werde ich wahrscheinlich an Oma verschenken“, sagte der neunjährige Daniel Potthoff.

Auch manche andere Kinder waren zur Eröffnung gekommen und bestaunten die zahlreichen Werke, die fast ausnahmslos Landschaften, Gebäude oder Tiere aus der näheren Umgebung zeigen. Der Eisvogel und die Sennepferde im Winter von Gernot Hellweg gefielen dem Schüler Daniel Potthoff ganz besonders.

Margret Heine, die Großnichte von Hans Krusenotto, war mit Enkelin Elena (7) im Pfarrheim erschienen. „Das hier ausgestellte Bild ,Wittgensteiner Land‘ habe ich auch zu Hause“, sagte Margret Heine. Das habe der ehemalige Lehrer gleich zweimal gemalt.

Beate Kahler-Manthei war aus Verl angereist, um sich die Werke von Hans Krusenotto anzusehen. „Als Kind habe ich ihm oft über die Schulter schauen dürfen“, erinnert sich die Pensionärin. Als Kind habe sie oft Bücher zum Austauschen in das Haus Krusenotto gebracht und wieder mitgenommen. Dabei habe sie den Hobbykünstler häufig beim Malen angetroffen und ihm zugeschaut.

Den Beginn der Ausstellung hatten Schüler des in Liemke lebenden Musiklehrers Juan B. Saenz mit Klaviermusik untermalt. Das waren Lydia und Leonhard Kerstin, Angelika Ruthmann und Lorena Meermeier. Nach der Rede von Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU) gab es den nach Liemker Art „trockenen Kuchen“ und eine Tasse Kaffee.

Als Höhepunkt erwiesen sich außerdem zwei ausgestellte künstlerische Werke des ehemaligen Pastors Friedrich Ruzok, der von 1983 bis 1989 sein Amt in Liemke innehatte und sich großer Beliebtheit erfreute. Er fertigte unter anderem das große Ölgemälde „Jesus am Kreuz“ als Kirchenschmuck zu Karfreitag an.

„Das ganze Jahr über steht es auf dem Dachboden rum“, sagte Monika Kerstingtombroke vom Liemker Dorfentwicklungs-Arbeitskreis „Soziales und kulturelles Leben“, der die Idee zu der Ausstellung hatte. Jetzt soll das Ruzok-Gemälde einen dauerhaften Platz an der Wand im Pfarrheim finden. Außerdem hat eine Frau zusätzlich ein Werk von Friedrich Ruzok zur Verfügung gestellt, auf dem die Mutter Gottes mit Kind zu sehen ist.

Die Ausstellung kann noch bis Samstag, 24. September, von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden. Am Sonntag öffnet die Schau nach der Messe gegen 9.30 Uhr. Zum Abschluss gibt es Musik des Bosch-Bläser-Quartetts.

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