Löschzug Rheda gewinnt Orientierungsfahrt
Bild: Eickhoff
Sieger: die „Roten Löwen“ mit Gruppenführer Andreas Schultz vom Feuerwehr-Löschzug Rheda.
Bild: Eickhoff

Platz zwei belegte der Löschzug Mastholte mit 1342 Punkten vor dem Team der Feuerwehr Bockhorst (1309 Punkte). Pokale erhielten ebenfalls der Löschzug Wiedenbrück auf Rang vier (1282) und der Löschzug Versmold, der mit 1279 Punkten auf den fünften Platz kam.

In Versmold hatte im vorigen Jahr das Team des Löschzugs Benteler gewonnen, so dass die 33 Aktiven um Löschzugführer Björn Berkenhaus und seinen Stellvertreter Hendrik Sudkemper in den vergangenen sechs Wochen mit der Organisation des aktuellen Wettbewerbs alle Hände voll zu tun hatten. „Das war schon sehr intensiv“, bilanzierte am Samstagabend der erschöpfte Löschzugführer, während in der Fahrzeughalle nebenan ausgelassen gefeiert wurde.

Knifflige Aufgaben an sechs Stationen

An sechs Stationen hatten tagsüber jeweils 9 Mitglieder von insgesamt 22 aus dem Kreisgebiet teilnehmenden Löschzügen knifflige Aufgaben zu lösen und unterhaltsame Spiele zu meistern. So beispielsweise auf einem Firmengelände in Lintel, wo den Feuerwehrleuten mit doppelseitigem Klebeband ein Trinkbecher auf den Helm geklebt wurde. Gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift musste ein Löschangriff mit Schläuchen und Verteilern aufgebaut werden, parallel dazu wurden die Trinkbecher aus einem Container mit Wasser gefüllt und mussten bis zum Verteiler gebracht werden. Dort musste das Nass in einen Eimer gegossen und wieder in Becher gefüllt werden, um das Wasser zum vermeintlichen Brandherd zu bringen.

Kettcar-Fahrer wird per Funk lenkt

Auf einem Firmengelände in Westerwiehe war aus Ziegelsteinen ein Parcours für ein Kettcar aufgebaut worden. Nur: Der Fahrer konnte nichts sehen. Er wurde über Sprechfunk um die Hindernisse herumgeführt. Der Kommandogeber saß seinerseits abseits und konnte ebenfalls nichts sehen. Er musste sich auf die Zeichen eines separaten Einweisers verlassen. Die Fahrt zwischen den Stationen, für die Gruppen gab es lediglich Geo-Koordinaten, floß mit Länge und Dauer ebenso in die Bewertung ein, wie die Beantwortung von Fragen. Zum Beispiel: „Wie lautet das Autokennzeichen des Kreisbrandmeisters?“ und „Welche taktischen Einheiten sind für den Einsatz der Feuerwehr vorgesehen?“

Feuerwehrleute mit Papp-Boot auf dem Margaretensee

Drei der Stationen führten die Feuerwehrleute auch außerhalb des Kreises, so an den Margaretensee nach Lippstadt. Dort mussten sie aus bereitgestellter Pappe ein Boot bauen und damit möglichst lange auf dem See fahren. Wer die Querstege am Boden des Kartons anbrachte, kam nicht weit. Wer aber, wie beispielsweise die Spexarder, die Querstege am oberen Rand anbrachte, konnte sich angenehme 90 Sekunden auf dem See verschaffen.

So begeisterte auch die 27. Auflage dieser Schnitzeljagd für Feuerwehrleute alle Teilnehmer. Die Gruppe aus Gütersloh machte ihre Freude auch äußerlich sichtbar: Mit bunten Baströckchen über der Uniform und einer Hawaiikette um den Hals waren die Dalkestädter ein Hingucker. Erstmals nahm auch eine Gruppe des neu gegründeten Löschzugs Künsebeck an der Orientierungsfahrt teil. Mit 1082 Punkten belegte sie beim Debüt Platz 20.

Kurz vor dem Ende der 95 Kilometer langen Tour waren die Neulinge aber begeistert von den Stationen und den Aufgaben. Die rote Laterne bekam am Ende der Löschzug Isselhorst aus den Händen von Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper, der ebenso herzlich den Löschzug Rheda als Sieger würdigte.

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