Mädchen unterkühlt und nicht ansprechbar
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Nicht einschätzen konnten zwei Mädchen die Wirkung, die zu viel Alkohol auf ihre junge Körper hat.
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Dem Bericht zufolge waren die stark alkoholisierten Mädchen gegen 21 Uhr Passanten in der Nähe des Schulzentrums in Steinhagen aufgefallen. Den Jugendlichen sei es offenkundig so schlecht gegangen, dass der Rettungsdienst gerufen wurde. Mit zwei Fahrzeugen seien die Mädchen ins Kinderkrankenhaus Bethel gebracht worden. Sie seien schon deutlich unterkühlt und nicht mehr ansprechbar gewesen. Ein Mädchen habe auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Die Ermittlungen der Polizei wegen des Verdachts der Körperverletzung und Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz ergaben, dass die 14- und 15-Jährigen Wodka und andere alkoholische Getränke auf einer privaten Geburtstagsfeier einer Jugendlichen getrunken hatten. Das Geburtstagskind gab an, mehrere ihm unbekannte junge Erwachsene vor einem Supermarkt angesprochen zu haben, um für sie den erst ab 18 Jahren zugelassenen Alkohol zu kaufen.

Glücklicherweise sei der Vorfall insgesamt noch glimpflich ausgegangen, schreibt die Polizei.

Mit den Ordnungsbehörden im Kreis erinnern die Beamten aber Tankstellen, Einkaufsmärkte und andere Verkaufsstellen nochmals eindringlich daran, dass der Verkauf von Bier, Wein und Sekt - auch mit Limonaden gemischt - an unter 16-Jährige und der Verkauf von Spirituosen oder Mischungen mit Spirituosen an unter 18-Jährige verboten ist. „Verstöße werden mit empfindlichen Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet“, so die Polizei. Werde vorsätzlich gehandelt und würden die Kinder oder Jugendlichen gesundheitlich schwer gefährdet, könnten Geldstrafen oder Freiheitsstrafen die Folge sein. Den Verkäufern wird dringend empfohlen, sich bei jungen Menschen generell den Personalausweis vorlegen zu lassen. Und weiter: „Erwachsene, die für Jugendliche Alkohol kaufen, verstoßen gegen das Jugendschutzgesetz.“

Die Polizei empfiehlt darüber hinaus Eltern, ihren Kindern einen verantwortungsvollen und kontrollierten Umgang mit dem Suchtmittel Alkohol vorzuleben. Bei bevorstehenden Jugendpartys sollten die Eltern der teilnehmenden Jugendlichen untereinander Kontakt aufnehmen und Absprachen über den Umgang mit Alkohol, die Aufsicht und den sicheren Heimweg treffen - und mit ihren Kindern darüber sprechen.

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