Mann (44) missbraucht Jungen (12) elfmal

Beim  Verhandlungsauftakt am Dienstag bestätigte der Angeklagte die Vorwürfe des Staatsanwalts, zwischen Januar 2011 und Dezember 2012 elfmal einen heute zwölfjährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Außerdem hatte die Polizei bei dem Mann 26.600 kinder- und 1435 jugendpornografische Dateien sichergestellt. Sie befanden sich auf einem Laptop, einem Computer, externen Festplatten sowie DVDs.

Kennengelernt hatte der Beschuldigte, der angab, homosexuell zu sein und „Interesse für Männer und Jungen“ zu haben, den damals Zehnjährigen als Sohn der Nachbarin seiner Mutter. Der Angeklagte schickte dem Jungen zu dessen zehnten Geburtstag eine Glückwunschkarte und lud ihn schon bald zu sich nach Hause ein – in der Folgezeit ein- bis zweimal pro Monat. Ab dem dritten Besuch sei der Junge für ihn sexuell interessant geworden, ab etwa dem siebten Mal habe es im Wohnzimmer sexuelle Handlungen gegeben.

Diesen Missbrauch des damals Elfjährigen filmte der Mann mit einer im Schrank versteckten Kamera, von der das Opfer nichts ahnte. Zuvor hatte der Beschuldigte gesagt, das Kind bei jedem der Wiedersehen umarmt und geküsst zu haben. Außerdem forderte der 44-Jährige seinen jungen Gast dazu auf, andere Kleidungsstücke anzuziehen, um ihn damit zu fotografieren.

Auf die Frage des Vorsitzenden Richters, wie das Ganze wohl für den Jungen gewesen sei, antwortete der Angeklagte: „Damals habe ich gedacht, es hätte ihm gefallen, heute denke ich das nicht mehr.“ Er habe gewusst, dass seine Taten strafbar sind, aber nicht darüber nachgedacht – auch nicht, dass der Junge jemandem etwas erzählen könnte. Der Beschuldigte sagte dem wiederholt nachfragenden Gericht, er habe Fotos oder Filme nicht weitergegeben. Das Urteil soll am Mittwoch gesprochen werden.

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