Mann spricht Jungen (7) vor Schule an
Vor einer Schule in Schloß Holte-Stukenbrock ist am Mittwoch ein siebenjähriger Junge von einem Mann angesprochen worden.

Der Mann soll den Grundschüler gefragt haben, ob er mit ihm mitkommen wolle. Der verhielt sich richtig und fuhr mit dem Fahrrad davon.

Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 20 Jahre alt, knapp 1,75 Meter groß, schlanke Statur. Er sprach deutsch ohne Akzent, trug eine Jeanshose und eine weiße Mütze. Die Polizei Gütersloh ermittelt in dem Fall. Hinweise nehmen die Beamten unter Tel.: 05241/8690 entgegen.

Ratschläge für Eltern

Aufgrund des Vorfalls in Schloß Holte-Stukenbrock gibt die Polizei Eltern, deren Kinder davon berichten, dass sie von einer fremden Person angesprochen oder sogar bedrängt wurden, folgende Ratschläge: Eltern sollten ihren Kinder erlauben, Nein zu sagen, wenn ihnen etwas komisch vorkommt, sie sich unwohl fühlen oder sich in Gefahr wähnen.

Zudem sollten Eltern sich Zeit nehmen, mit ihrem Nachwuchs über ihren Tagesablauf, über Sorgen und Nöte zu sprechen. Kriminelle bereiten ihre Taten oftmals vor, heißt es in der Mitteilung. Beobachtungen des Kindes oder ein komisches Gefühl könnten später wichtig sein.

Nicht vor Fremden, sondern vor Tat warnen

Die Polizei rät dazu, „Was-tue-ich-wenn“-Spiele mit Kindern zu spielen. Dabei sollte nicht vor Fremden, sondern vor Taten gewarnt werden. Denn: „Für Kinder ist schon derjenige nicht mehr fremd, der sich mit Namen vorstellt oder das Kind mit dessen Namen anspricht“, schreibt die Polizei.

Außerdem sollte mit den Jungen und Mädchen geübt werden, wie sie sich in bedrohlichen Situationen verhalten sollen. Richtig ist laut Polizei: weglaufen, andere Erwachsene ansprechen, um Hilfe bitten oder laut um Hilfe schreien. Gleichzeitig sollte gemeinsam überlegt werden, wo und bei wem das Kind sich im Notfall Hilfe holen kann. Es sollte zudem den Polizeiruf 110 kennen.

In Gruppe zur Schule gehen

Eltern sollten immer wissen, wo und mit wem ihr Nachwuchs die Freizeit verbringt, mahnt die Polizei. Es sollten Orte und Wege festgelegt werden, an denen sich die Jungen und Mädchen aufhalten dürfen und Uhrzeiten, zu denen sie zuhause sein müssen.

Laut Polizei sollten Kinder immer in Gruppen mit anderen Kindern zur Schule gehen und sich nicht allein auf Spielplätzen aufhalten. Außerdem sollten sie wissen, wer sie von der Schule oder vom Kindergarten abholen darf und mit wem sie mitgehen dürfen. Die Zahl sollte auf drei bis vier Personen begrenzt sein.

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