Marion Herzog übernimmt SPD-Vorsitz
Stabübergabe: (v. l.) der scheidende Vorsitzende Jochen Gürtler, Uwe Siek, Simon Brück, die neue Vorsitzende Marion Herzog, Ursula Mickley-Kluge, Metin Eser und Manfred Herzog.

„Ich kandidiere nicht mehr.“ Auch für keinen anderen Posten im Vorstand. Wohl aber werde er in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender beratend zur Verfügung stehen. Jochen Gürtler ist außerdem Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Ein Ehrenamt, das viel Zeit und Kraft koste, „das aber auch sehr viel Spaß macht.“

Mit 17 Ja- und drei Nein-Stimmen wurde die bisherige Stellvertreterin Marion Herzog zur neuen Ortsvereins-Vorsitzenden gewählt. Die 52-jährige Sachbearbeiterin und Mutter von drei Kindern hat mit der Selbsthilfegruppe Anders für Menschen mit Beeinträchtigungen, die sie gemeinsam mit Klaus Engels gegründet hat, dem Wohnraumprojekt für Menschen mit Beeinträchtigungen und dem stellvertretenden Vorsitz des Awo-Ortsvereins zwar auch einiges an Engagement zu bewältigen. Sie betonte aber: „Ich kann das sehr gut unter einen Hut bringen.“

Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Metin Eser. Er wurde mit 14 Ja- und 6 Nein-Stimmen gewählt. Der 49-Jährige ist Integrationsbeauftragter der Stadt und möchte neue Mitglieder für die Partei gewinnen. „Das liegt mir sehr am Herzen.“ Uwe Siek bleibt Kassierer, Simon Brück Schriftführer.

Als Beisitzer wurden Christiane Katzer, Ursula Mickley-Kluge und Manfred Herzog gewählt. Die Kassenprüfung übernehmen Aloys Hasken und Robert Wieczorek. Kritik übte Gürtler an Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU). Unter anderem deshalb, weil der seine Nebeneinkünfte in Höhe von rund 40.000 Euro behalte. „Die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger gibt ihre 15.000 Euro komplett an die Stadt ab.“ Auch Hubert Erichlandwehr (CDU) halte das in Schloß Holte-Stukenbrock so. Alles andere ist nach Gürtlers Ansicht „moralisch nicht gerechtfertigt“.

Friedrich Dransfeld berichtete über die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft 60 plus und kündigte für Mittwoch, 12. März, eine Führung durch den Recyclinghof in Ennigerloh an. Simon Brück, der gemeinsam mit Jan Hendrik Gräfe bei den Jusos aktiv ist, berichtete, wie schwierig es sei, „mit zwei Personen etwas auf die Beine zu stellen.“ Deshalb kooperiere man bereits mit Jusos aus anderen Orten. Marion Herzog kündigte an, dass es am 18. Mai ein Jazzfrühstück im Schlosskrug geben wird. „Und auch das Kinderfest findet wieder statt.“

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