Matthias Lütkebohle ist zurück
Bild: Neitemeier
Als Referent für Jugend und Familie vom Dekanat Herford-Minden (55 000 Katholiken) zum Dekanat Rietberg-Wiedenbrück (130 000 Katholiken): Matthias Lütkebohle (vorn) hat gestern seinen Dienst in Rheda-Wiedenbrück angetreten. Darüber freuen sich (v. l.) Dechant Josef Dieste (Halle), der zweite stellvertretende Dechant Meinolf Mika (Wiedenbrück), der erste stellvertretende Dechant Andreas Zander (Rietberg), und Dekanatsreferent Matthias Stumpe.
Bild: Neitemeier

Von Dechant Josef Dieste gab es Blumen zur Begrüßung. Der 45-jährige Gütersloher freut sich auf die „neue spannende Aufgabe“ – auch, weil beispielsweise die katholische Jugend mit zehn Verbänden „hier sehr gut aufgestellt ist“.

Das war an seiner bisherigen Wirkungsstätte im Dekanat Herford-Minden mit einem nur zehnprozentigen Katholikenanteil anders. Auch der nun deutlich kürzere Weg zur Arbeit hat bei dem Wechsel eine wichtige Rolle gespielt.

Jugendkirchen als hoffnungsvolle Pflänzchen

Gänzlich Neuland betritt Matthias Lütkebohle im Dekanat Rietberg-Wiedenbrück nicht. Schließlich hat er im Rietberger Bereich bereits sein Anerkennungsjahr absolviert sowie von 2001 bis 2006 die Dekantsstelle für katholische Jugendarbeit inne gehabt. Aus dieser Zeit sind dem Vater von drei Kindern im Alter zwischen 9 und 16 Jahren viele Menschen und Strukturen noch bekannt, zu den übrigen Ansprechpartnern und Entscheidungsträgern will er „schnell Kontakte knüpfen“. Über die Pfadfinder ist der gelernte Industriebuchbinder zur katholischen Jugendarbeit gekommen – und hat diesen Aufgabenbereich zu seinem Hauptberuf gemacht.

Auf den Nachfolger von Holger Drude, der als Referent für Ministrantenpastoral nach Paderborn gewechselt ist und laut Lütkebohle „gute Arbeit geleistet“ hat, warten kreisweit vielfältige Aufgaben im Bereich Jugend und Familie. Der 45-Jährige ist Ansprechpartner der Kirchengemeinden und Jugendverbände. Er will ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter beraten und qualifizieren, die Jugend- und Familienarbeit koordinieren, im Jugendhilfeausschuss des Kreises seine Stimme erheben sowie in der wachsenden Trägergesellschaft der Kindertagesstätten mitarbeiten.

Ferner sieht sich Lütkebohle als „Drehscheibe zwischen dem Erzbistum und den zwölf Pastoralverbünden“. Als „hoffnungsvolle“ Pflänzchen bezeichnet der auf 16 Jahre Berufserfahrung zurückgreifende Referent die Jugendkirchen in Langenberg und Kaunitz. Das gab es im Dekanat Herford-Minden ebenso nicht wie die hier in neun Einrichtungen praktizierte offene Jugendarbeit.

SOCIAL BOOKMARKS